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Und wieder ist die Gemeinde Tuntenhausen betroffen

Trassenvorschläge für Brenner-Nordzulauf von Ostermünchen nach Grafing liegen vor

Die pinke Trasse bereitet der Gemeinde Tuntenhausen Sorgen. Sie würde wie schon die Verknüpfungsstelle in Ostermünchen massiv in das Gemeindegebiet – diesmal in Hohenthann – einschneiden.
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Die pinke Trasse bereitet der Gemeinde Tuntenhausen Sorgen. Sie würde wie schon die Verknüpfungsstelle in Ostermünchen massiv in das Gemeindegebiet – diesmal in Hohenthann – einschneiden.

Der Brenner Nordzulauf beschäftigt den Tuntenhausener Gemeinderat – insbesondere die aktuell bekanntgegebenen vier Trassenverläufe von Ostermünchen nach Grafing. Betroffen ist nun auch Hohenthann – völlig überraschend.

Tuntenhausen – Bürgermeister Georg Weigl (CSU/FWG) rekapitulierte die 2021er-Geschehnisse rund um den Brenner-Nordzulauf.

Neues Forum hat sich gegründet

So wurde die am 17. Juni beschlossene Resolution im September von Landrat Otto Lederer (CSU) und CSU-Bundestagsabgeordneter Daniela Ludwig an den damaligen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) übergeben. „Bisher kam allerdings keine Reaktion“, konstatierte Weigl. Zudem fand Anfang November die erste Sitzung des Dialogforums „Ostermünchen-Innleiten“ statt, zu dem die Gemeinden Tuntenhausen, Großkarolinenfeld, Schechen und Rosenheim gehören.

Auch ein erstes Gespräch mit dem neuen Planungsteam und den Verantwortlichen der Deutschen Bahn sei geplant. „Wir werden dabei nochmals unsere Position und unsere Forderungen vortragen“, bekräftigte Weigl.

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Vielmehr beschäftigten den Rat allerdings die Ergebnisse der Grobtrassenfindung für die Strecke von Ostermünchen nach Grafing. Alle vier Trassen verlaufen ab der Verknüpfungsstelle Ostermünchen westlich der Bestandsstrecke und münden bei Schammach wieder in die Bestandsstrecke. Ein durchgängiger Verlauf entlang der bestehenden Gleise wurde nicht weiter verfolgt.

Nach Ansicht der Planer sei die Strecke dort zu kurvenreich, sodass sich die verkehrlichen Ziele nicht erfüllen ließen. Zudem liegen direkt an der Bestandsstrecke Siedlungen und das Naturschutzgebiet „Attelleite“, das europarechtlich geschützt ist.

Zwei der vier Varianten führen dabei östlich von Lorenzenberg in Richtung Grafing, eine westlich. Die Variante „Pink“ allerdings macht die größten Sorgen. Sie führt in einem großen Bogen um die bisherige Bestandsstrecke über Hohenthann nach Grafing.

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Bei allen vier Grobtrassen gibt es aufgrund der hügeligen Topografie Tunnelanteile und Brücken. „Die Pinkvariante trifft uns massiv, genauso wie die geplante Verknüpfungsstelle in Ostermünchen“, brachte Weigl seine Sorgen zum Ausdruck. Deshalb sind für Weigl weitere Gespräche mit den Verantwortlichen sehr wichtig. Ein Planungsbüro werde nun die Trassen prüfen. Im kommenden Jahr soll eine Vorzugstrasse festgelegt werden.

In der Diskussion fragte Johannes Lechner (CSU/FWG), ob die neue Strecke zwei- oder viergleisig werde. „Zweigleisig“, informierte Weigl. „Bleibt der Bahnhof Ostermünchen auch bei einer Untertunnelung des Inns“, fragte Josef Bodmaier (WG Hohenthann) nach. Dazu gebe es laut Weigl noch keine Aussagen. Fakt sei aber, dass bei einer Untertunnelung des Inns die Strecke aufgrund des Höhengefälles erst an der Landkreisgrenze aus dem Boden komme, so Weigl.

Hoffen auf Tunnelvariante

Bei Ostermünchen wäre die Strecke nach seiner Erläuterung noch rund 15 Meter im Boden. Stefan Hofbauer (UW Ostermünchen) hinterfragte die Kontakte zum Ebersberger Landrat und den anderen Bürgermeisternder betroffenen Gemeinden. Diese bestehen, auch Landrat Otto Lederer sei selbstverständlich involviert, so Weigl.

„Das muss jetzt aber schnell gehen, wenn schon im Februar erste Ergebnisse vorliegen sollen“, forderte Martin Lurz (WG Hohenthann). Weigl versicherte den Räten, hier weiterhin „ganz nah am Ball zu bleiben“.

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