Coliforme Bakterien bei Routineuntersuchung gefunden

Abkochverfügung für Leitungswasser in der Gemeinde Tuntenhausen

Tuntenhausen - Die Gemeindeverwaltung Tuntenhausen teilt mit, dass das Trinkwasser in den von der Gemeinde Tuntenhausen und vom Wasserbeschaffungsverband Schönau-Biberg versorgten Bereichen bis auf weiteres nur noch in abgekochtem Zustand verzehrt werden darf.

Das heißt, das Leitungswasser sollte kurz kräftig sprudelnd erhitzt werden, teilte die Gemeinde auf ihrer Homepage mit. Bei einer Routineuntersuchung wurde im Leitungsnetz eine geringe Keimbelastung (Coliforme-Bakterien) festgestellt. Laut Anordnung des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim ist das Trinkwasser vor dem Verzehr abzukochen.

Obst, Gemüse und Salat sollen nur mit abgekochtem Wasser gewaschen werden und die Zähne nicht mit dem Leitungswasser geputzt werden. Bei Säuglingen und Kleinkindern wird empfohlen, stilles Mineralwasser zu verwenden.

Die Benutzung als Brauchwasser (z.B. Duschen und Händewaschen, Wäschewaschen) ist unbedenklich. Auch der Geschirrspüler kann benutzt werden, es sollte jedoch nicht mit Sparprogramm gespült werden. Tiere dürfen das Wasser trinken.

Für gesunde Menschen ist die Keimbelastung in der Regel unproblematisch.

Die Herkunft der Bakterien ist noch nicht bekannt. Eine umfangreiche Untersuchung wurde bereits eingeleitet. Laut Gesundheitsamt muss das Trinkwasser bis auf weiteres auch gechlort werden, daher kann in Kürze ein leichter Chlorgeruch im Trinkwasser festgestellt werden. Kaffee und Tee kann mit gechlortem Wasser gekocht werden, allerdings kann unter Umständen ein leichter Chlorgeruch bei warmem Wasser eher wahrnehmbar sein und den Geschmack der Getränke verändern.

Wie lange die Chlorung angeordnet wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

Pressemitteilung der Gemeinde Tuntenhausen

Rubriklistenbild: © Lukas Schulze

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