Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

+++ Eilmeldung +++

Schwerer Unfall auf Baustelle im Landkreis Landshut

Rettungshubschrauber im Einsatz: 100 Meter lange Betondecke stürzt ein - Wohl mehrere Verletzte

Rettungshubschrauber im Einsatz: 100 Meter lange Betondecke stürzt ein - Wohl mehrere Verletzte

Anwohner wollen mehr Sicherheit

Gemeinderat Tuntenhausen lehnt Verkehrsberuhigung in Fuchsbergstraße ab – Suche nach Alternativen

Die Fuchsbergstraße ist schmal, von parkenden Autos verengt und für spielende Kinder gefährlich. Trotzdem lehnte der Gemeinderat ihre Umwandlung in eine Spielstraße ab, da die Landwirte weiterhin zu ihren Feldern gelangen müssen. Nun wird nach Alternativen gesucht, damit die Kinder einen Platz zum Spielen bekommen.
+
Die Fuchsbergstraße ist schmal, von parkenden Autos verengt und für spielende Kinder gefährlich. Trotzdem lehnte der Gemeinderat ihre Umwandlung in eine Spielstraße ab, da die Landwirte weiterhin zu ihren Feldern gelangen müssen. Nun wird nach Alternativen gesucht, damit die Kinder einen Platz zum Spielen bekommen.

Die Fuchsbergstraße soll in einen verkehrsberuhigten Bereich umgewandelt werden. Das zumindest wünschen sich die Anwohner des Wohngebietes im Norden von Tuntenhausen – bestehend aus Fuchsbergstraße, Amsel-, Drossel- und Schwalbenweg.

Tuntenhausen – Mit einem Schreiben an den Tuntenhausener Gemeinderat und einer Unterschriftenliste bekräftigten sie ihr Bestreben nach mehr Sicherheit für spielende Kinder, Fußgänger und Radfahrer.

Auch wenn im gesamten Wohngebiet Tempo 30 gelte, hindere das Auto- und Traktorfahrer nicht daran, die schmale Straße mit höherer Geschwindigkeit zu passieren. Aufgrund des neuen Fischbacher-Wohnprojektes und der geplanten Bebauung in Tuntenhausen-Nord rechnen sie künftig mit noch mehr Verkehr.

Zufahrt zu Feldern muss bleiben

Der Gemeinderat beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Wunsch der Anwohner. Bürgermeister Georg Weigl (CSU/FWG) erläuterte, dass die Fuchsbergstraße nicht nur die Zufahrt zum Wohngebiet sei, sondern auch als innerörtliche Verbindungsstraße ausgebaut wurde. Zudem müsse die Zufahrt der landwirtschaftlichen Nutzfahrzeuge zu den Feldern gewährleistet bleiben. Aus Sicherheitsgründen sei die Straße mit einem Gehweg versehen und als 30er-Zone ausgewiesen worden.

Aufgrund des Bürgerwunsches hatte die Gemeinde die Polizeiinspektion Bad Aibling zurate gezogen. Und die rät von einer Spielstraße ab. Dafür gibt es mehrere Gründe: So sei bei einer Umwandlung in einen verkehrsberuhigten Bereich laut Gesetz ein niveaugleicher Ausbau der Straße auf ganze Breite erforderlich. Das bedeutet: Der Fußweg müsste zurückgebaut werden.

Lesen Sie auch: NEWS-TICKER ZUR CORONA-PANDEMIE Bestätigt: München behält alle vier EM-Spiele - 19 neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Dafür müssten aber Inseln, Poller, Blumenkübel oder Aufpflasterungen installiert werden, um den Bereich klar als Spielstraße zu kennzeichnen. Damit wäre die Straße nur noch beschränkt passierbar. Hinzu käme aber, dass der Unterschied von Tempo-30-Zonen in den angrenzenden Straßen und verkehrsberuhigtem Bereich in der Fuchsbergstraße den Kindern schwer zu vermitteln sei. Gegenseitige Rücksichtnahme und die Beachtung der Verkehrsregeln wie Geschwindigkeitsbegrenzung und der Rechts-Vor-Links-Vorfahrt seien daher die besseren Methoden, um Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Wie Bürgermeister Weigl ergänzte, hätten Geschwindigkeitsmessungen in der Straße nur sehr wenige Verstöße gegen die Regeln ergeben.

Der „elektronische Zeigefinger“ soll daran erinnern, dass in der Fuchsbergstraße Tempo 30 zu fahren ist.

Die Diskussion im Gemeinderat war angeregt. Dr. Anna Fernández Diarte (UWÖ) würdigte das Engagement der Eltern: „Es ist eine gute Initiative, wenn Anwohner mehr Freiraum für ihre Kinder schaffen wollen.“ Sie war der Meinung, dass die Kosten für den Umbau der Straße kein Argument sein dürften.

Das könnte Sie auch interessieren: AUS NACH 92 JAHREN? SV Ostermünchen bangt wegen Brenner-Nordzulauf um seine Zukunft: 1550 Sportler verlieren ihre Basis

Auch Maria Breuer (UWÖ) begrüßte es, dass sich Bürger vermehrt für ihre Interessen engagierten. Die Fuchsbergstraße sieht sie allerdings nicht als geeignet an. Zum einen sei sie eine Ortsverbindungsstraße, andererseits werde sie von Anwohnern und Besuchern zum Parken genutzt. Breuer schlug vor, den Drosselweg als alternative Spielstraße zu prüfen.

„Ziel ist eine Verkehrsberuhigung“, betonte Marcus Straßer (Liste 83104). Er empfahl den elektronischen Zeigefinger als praktische Verkehrsbremse und dauerhaften Hinweis für die Autofahrer, ihre Geschwindigkeit zu drosseln.

Theresia Englhart (Frauenliste) sprach sich dafür aus, im Wohngebiet ein Spielgelände für Kinder zu schaffen, beispielsweise eine asphaltierte Fläche zum Radfahren und Skaten.

Mehr Angebote für Kinder schaffen

Johann Stürzer (CSU/FWG) forderte, nach der Corona-Pandemie mehr Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in der Gemeinde zu schaffen. Dem stimmte auch Marcus Strasser zu, denn: „Es ist wirklich wenig da für unsere Kinder.“

Letztlich lehnte der Rat mit einem 19:2 Votum die Umwandlung der Fuchsbergstraße in einen verkehrsberuhigten Bereich ab. Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, nördlich der Tillystraße nach Alternativen für eine Verkehrsberuhigung zu suchen.

Zudem soll die Tempo-30-Zone im Wohngebiet deutlicher sichtbar werden. Neben den vorhandenen Verkehrsschildern sollen Hinweise auch direkt auf die Straße aufgebracht werden. Der „elektronische Zeigefinger“ wurde bereits installiert.

Kommentare