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Nach Restaurierung der Basilika

Tuntenhausener Kirchenpfleger verbringt Ruhestand als ehrenamtlicher „Bauleiter“

Kirchenpfleger Gerhard Selig (vorn) begutachtet während der Sanierung der Basilika den Untergrund der Kirchenbänke.
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Kirchenpfleger Gerhard Selig (vorn) begutachtet während der Sanierung der Basilika den Untergrund der Kirchenbänke.

Vor vier Jahren ging Gerhard Selig als Geschäftsführer in Rente. Das war genau der passende Zeitpunkt für seine Aufgabe als Baubetreuer der Kirchenverwaltung für die Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt. Als ehrenamtlicher „Bauleiter“ managte er die Restaurierung der Wallfahrtsbasilika.

Tuntenhausen – Und damit war es vorbei mit der „großen Freiheit“ eines Pensionärs, denn 2017 begannen die mehrjährigen Renovierungsarbeiten an der Tuntenhausner Wallfahrtsbasilika.

Gerhard Selig war seit 2014 Mitglied in der Kirchenverwaltung, seit 2016 im Baugremium für die Renovierung der Basilika und ist seit 2019 Kirchenpfleger von Tuntenhausen. Mit dem baulichen Zustand der Basilika war und ist er also bestens vertraut. Außen wie innen begannen im Jahr 2017 die Haupt-Restaurierungsarbeiten.

Für den Rentner Selig bedeutete das tägliche Baustellenbesuche. Zusammen mit Gust Riedl gehörten dem Bau-Gremium zuweilen bis zu 19 Leute an. Architekt Martin Spaenle aus München, der Projektleiter des Staatlichen Bauamtes Rudolf Froschmeier, Pfarrer Sinha Roy, Riedl und Selig trafen sich regelmäßig zum Jour-Fixe.

Neben den baulichen Abstimmungen ging es natürlich auch um Finanzielles. So galt es für nachträglich beschlossene Maßnahmen eine Finanzierung zu organisieren, unter anderem in Höhe von über 180.000 Euro für eine Bank-Heizung und aus Brandschutzgründen auch für eine neue Metalltreppe hoch zu Empore und Turm.

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Spannend wurde es für Selig und alle am Werk Beteiligten in der Schlussphase, als aus Termingründen des Kardinals die Wiedereröffnung drei Wochen eher als geplant erfolgen sollte. „Aber auch das haben wir geschafft. Ein Acht-Stunden-Tag war damals auch für mich üblich, aber es hat sich gelohnt“, so das Resümee des Kirchenpflegers.

Einige Restarbeiten – wie zum Beispiel die Restaurierung der 52 Mirakel-Bilder an der Außenwand der Kirche – stehen in diesem Jahr vor der Fertigstellung. Überhaupt geht für einen Kirchenpfleger einer weit bekannten Wallfahrtskirche die Arbeit nie aus.

Selig ist froh, dass die Renovierung und Finanzierung in Zeiten allgemein knapper Finanzmittel und enorm vieler Renovierungswünsche innerhalb des Erzbistums so gut geklappt haben. Sehr schade allerdings sei es, dass aufgrund der Pandemie große Wallfahrten und Zusammenkünfte nicht möglich sind. Dabei gebe es gerade jetzt sehr gute Gründe zum Beten, meint Selig und rät dazu, sich „wieder auf Gott zu besinnen.“

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