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Gespräch mit Bund Naturschutz

Umweltschützer in Tuntenhausen gesucht

Der Ostermünchener Martin John engagiert sich mit acht Mitstreitern für die Gründung einer Ortsgruppe des Bund Naturschutz in der Gemeinde Tuntenhausen.
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Der Ostermünchener Martin John engagiert sich mit acht Mitstreitern für die Gründung einer Ortsgruppe des Bund Naturschutz in der Gemeinde Tuntenhausen.

Tuntenhausen – Auch in der Gemeinde Tuntenhausen soll es künftig eine Ortsgruppe des Bund Naturschutz geben. Martin John hat die Organisation in die Hand genommen und erklärt, wie eine Ortsgruppe die Gemeinde mitgestalten könnte.

Herr John, Sie haben sich mit der Liste 83104 erfolgreich für eine neue Fraktion im Gemeinderat engagiert. Warum gehen Sie jetzt ausgerechnet in Sachen Naturschutz in die Offensive?

Martin John: Ich möchte die Entwicklung unserer Gemeinde aktiv mitgestalten. Da ich als Finanzbeamter eher ein Verwaltungsmensch bin, liegt es mir eher, Dinge zu organisieren und dafür kompetente Mitstreiter zu suchen. Für Aktionen und Inhalte braucht es allerdings noch engagierte Umweltschützer, die mit anpacken.

Welche Vorteile hat eine eigene Ortsgruppe?

John: Für Aktionen vor Ort sind Ansprechpartner vor Ort wichtig. Es gibt etwa 50 Mitglieder im Kreisverband des Bund Naturschutz, die in der Gemeinde Tuntenhausen leben. Bis April 2017 wurden sie von der Ortsgruppe Großkarolinenfeld mit betreut. Seitdem sich diese aufgelöst hat, gibt es keinen Ansprechpartner mehr vor Ort. Es wäre wünschenswert, wenn wir unsere aktuellen und natürlich auch neue BN-Mitglieder aktivieren könnten, um jetzt eine eigene Ortsgruppe zu gründen und Aktionen vor Ort zu organisieren. Wir sind momentan etwa acht Gleichgesinnte aus dem Gemeindegebiet, die sich dafür engagieren. Unsere Idee steckt noch in den Kinderschuhen, weshalb wir jetzt weitere Mitstreiter suchen.

„Es gibt viele Möglichkeiten, sich aktiv einzubringen.“

Martin John aus Ostermünchen

An welche Aktionen denken Sie dabei?

John: Es gibt viele Möglichkeiten, sich aktiv einzubringen – angefangen bei Ramadama-Aktionen oder der Gestaltung von Blühwiesen im Gemeindegebiet über die Renaturierung der Eisenbartlinger Filze oder der Moosach bis hin zur Krötenwanderung im Rotter Forst. Wir möchten in Theorie und Praxis aktiv werden. Neben praktischem Naturschutz wie dem Pflanzen von Bäumen, der Anlage und Pflege von Biotopen oder eben der Rettung von Amphibien wollen wir auch Ideen für neue lokale Projekte entwickeln, Informations- und Diskussionsveranstaltungen zur Umweltbildung organisieren, um die Menschen mitzunehmen. Die Themenpalette ist mit Umwelt-, Arten- und Tierschutz, erneuerbaren Energien und Mobilität oder Verbraucherschutz sehr breit. Im Wesentlichen hängt es auch davon ab, welche Interessen und Fähigkeiten potenzielle Mitstreiter mitbringen. Spannend ist beispielsweise auch die Frage, wie wir konsumieren wollen, und was wir der Natur und der Landwirtschaft damit zumuten. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass wir uns in den Prozess der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes unserer Gemeinde einbringen, wenn es beispielsweise um die Planung von Flächen für erneuerbare Energien wie Fotovoltaikanlagen oder um Ausgleichsflächen geht.

Die Natur vor der Haustür ist in der Gemeinde ja gerade sehr gefährdet.

John: Das stimmt. Eines der brennendsten Themen ist natürlich der Brenner-Nordzulauf, dessen Trasse unsere Gemeinde stark betrifft. Wenn wir gemeinsam mit der Gemeinde und den Bürgerinitiativen dieses Projekt abwenden könnten und erreichen würden, dass die Bestandsstrecke ertüchtigt wird, könnten wir die Menschen und die Natur in unserer Region vor katastrophalen Auswirkungen bewahren.

Wie aufwendig ist die Gründung einer eigenen Ortsgruppe?

John: Es ist ein relativ geringer organisatorischer Aufwand. Der Kreisverband steht uns zur Seite. Vielleicht könnten wir auch die Großkarolinenfelder Ortsgruppe reaktivieren und gemeinsam aktiv werden. Unser erster Schritt ist die Suche nach Mitstreiterinnen und Mitstreitern. Egal ob passiver Förderer oder aktiver Landschaftspfleger, alle sind willkommen. Ich bin gespannt auf die Reaktionen. Wer dabei sein will, kann sich unter der 0 80 67/88 13 13 oder per E-Mail an bn-tuntenhausen@web.de melden.

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