Mit VHS-Haus fit für die Zukunft

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Mit dem heutigen VHS-Haus an der Heubergstraße ging ein lang gehegter Wunsch der Verantwortlichen in Erfüllung: Eine dauerhafte Bleibe, die Platz für zahlreiche Kurse hat.

Bad Aibling - Die Erfolgsgeschichte der VHS Bad Aibling ist jetzt lesbar. Anlässlich von "63 Jahre VHS Bad Aibling" ging nun eine entsprechende Chronik in den Druck.

Begonnen hatte alles 1949 mit einer Veranstaltung und steigerte sich bis 2011 zu 575 Angeboten und 7033 Teilnehmern. Der heutige, letzte Teil widmet sich der jüngsten Vergangenheit.


Unter der Leitung von Evelyn Bichlmaier geht 2003 das VHS-Programm erstmals an den Start. Höhepunkt dabei: die Überquerung der Alpen mit dem Fahrrad. Zudem nimmt Andrea Reverchon ihr Amt auf. Außerdem wird über die Einbindung der Städtepartnerschaft Bad Aiblings mit Cavaion (Italien) nachgedacht.

Im September 2004 geht dann ein Herzenswunsch der VHS in Erfüllung: Der Umzug an die Heubergstraße ist abgeschlossen.


Vier Kursräume, einen Werkraum, einen Vortragssaal sowie einen Gesundheitsraum nennt die Einrichtung mit Büroräumen ab sofort ihr "Eigen".

389 Veranstaltungen, darunter auch ein Italienisch-Kurs in Cavaion und ein spezielles Angebot für Kinder sind nunmehr kein Organisationsproblem. Zudem nahm die Aiblinger VHS zusammen mit den Nachbar-Einrichtungen Bruckmühl und Feldkirchen-Westerham an einem Projekt zum Qualitätsmanagement zur Verbesserung der Arbeitsstrukturen teil.

2005 erhält die VHS einen neuen Hausherrn. Ihr Gebäude geht vom Besitz der Stadtwerke in das der Stadt über. Erstmals die 6000-Besucher-Marke wird 2006 genommen. 540 Veranstaltungen boten dazu Chance. Darüber hinaus kündigte Bürgermeister Schwaller den Ausbau des Dachgeschosses am VHS-Gebäude an. Ein weiterer Raum würde dann auch für Kurse zur Verfügung stehen. Auffallend für die Verantworlichen: Die Nachfrage nach EDV-Kursen sinkt, Volkstänze und alte Bräuche sind im Kommen. Evelyne Bichlmaier zufolge gehe es heute bei der Volkshochschule nicht mehr nur um Wissensvermittlung, sondern auch um die soziale, geistige und kulturelle Entfaltung des Einzelnen. "Deshalb muss das Angebot vielfältig und flexibel sein", so die Geschäftsführerin gegenüber unserer Zeitung.

Nachdem sich die Haushalte in den vergangenen Jahren gut entwickelt hatten, beschließt der VHS-Vorstand 2009 keine städtischen Mittel in Anspruch zu nehmen. Die durchschnittliche Kursauslastung liegt nunmehr bei 11,6 Teilnehmern. Den Schwerpunkt mit 40,5 Prozent bildet im Jahresprogramm der Bereich Gesundheit. Besonders Frauen (77 Prozent) nehmen das Angebot an. Jährlich nehmen etwa 500 Kinder an den Kursen teil.

Zunehmendes Interesse erfreut sich auch die reihe "Bayerische Lebensart" mit Jodeln und Schafkopf (wir berichteten) und Chinesisch-Kurse. 2011 belegt die VHS Bad Aibling im Vergleich der 74 oberbayerischen Bildungsstätten Rang 39. Der gemeinsame Auftritt mit den Nachbar-Volkshochschulen im Programmheft sowie im Internet wird gut angenommen. Das Thema Demenz nimmt nun breiteren Raum ein. Auch nutze man das Haus für Kunstausstellungen. Dr. Werner Keitz wird unter anderem für seine 40 Jahre als Dozent und Vorstandsmitglied im Mai zum Ehrenmitglied ernannt. 2011 ist das Rekordjahr mit 7033 Teilnehmern an 575 Veranstaltungen.

Die VHS Bad Aibling ist dabei noch lange nicht müde, sondern für die Zukunft gut gerüstet.

Silvia Mischi/Mangfall-Bote

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