Aib-Kur-App für iPhone & Androids 

+

Bad Aibling - Einen Riesenschritt in die digitale Zukunft macht Bad Aibling mit einer eigenen App fürs iPhone und für Android-Handys, die in Kürze online ist.

Damit ist die Kurstadt Vorreiter innerhalb der 47 bayerischen Heilbäder und Kurorte.

Zugleich sind Stadt und AibKur gemeinsam auf der erneuerten Homepage eingebunden, was Peter Schmid von der Geschäftsleitung der Stadt bei der Präsentation besonders heraushob.

Im Beisein der Hubermedia GmbH und der Agentur.Net sowie Vertretern des Rathauses erläuterte Kurdirektor Thomas Jahn die neue Technik-Welt. Alle bayerischen Heilbäder gaben im September den Startschuss für eine "Applikation von Handys zur touristischen Nutzung" (wir berichteten). Nun, vier Monate danach, steht die App, wie die Anwendung gemeinhin genannt wird, für Bad Aibling als ersten Kurort schon live zur Verfügung, wie Jahn erläuterte. Die restlichen Kurorte werden bis Februar ans Netz gehen.

Das Projekt wurde vom bayerischen Wirtschaftsministerium mit 300000 Euro gefördert. "Das sind rund 85 Prozent der Kosten, und das ist nicht selbstverständlich", so der Kurdirektor lobend.

Die Gründe für diesen Schritt liegen auf der Hand: Aufgrund gängiger Flatrates kommt man mittlerweile mobil viel günstiger ins Internet als früher. Zudem breitet sich dieser Markt rasant schnell aus; geburtenstarke Jahrgänge werden dies noch weiter beschleunigen. "Und für den Kunden ist der Service eben ein Qualitätsmerkmal im Markt der Zukunft", so Thomas Jahn.

Handysuche: Mit dem App findet sich alles - vom Arzt bis zur Badeanstalt und den Gaststätten.

Neu ist in diesem Modell dabei vor allem, so Stefan Huber von der huber-media GmbH, dass Informationen mit Geo-Daten verbunden werden. Bisher war es üblich, dass sich der Kurgast persönlich bei der Informationsstelle erkundigte, wo was zu finden ist. "Nun kann er mit Hilfe seines Handys alle Kurmittelanstalten, Bäder oder Ärzte nicht nur finden, sondern sich diese auch optisch anzeigen und den Weg dorthin - einschließlich Kilometerangaben - markieren lassen", so Thomas Jahn stolz. Derzeit allerdings nur mittels iPhone.

Demo-Video der App

Nach den Worten von Arne Schönleben, Geschäftsführer von Agentur.net, folgen Android-fähige Handys Anfang 2011 und für die Nokia-Nutzer wird im Anschluss eine Mobilversion kreiert. "Damit haben wir eine fast 100-prozentige Marktdurchdringung", so Thomas Jahn. Für Bad Aibling ist das nach den Worten des Kurdirektors ein Riesen-schritt in die digitale Zukunft.

Stefan Huber zeigte dann die fast grenzenlosen Möglichkeiten der neuen App auf. Mit Augmented Reality - darunter versteht man die computergestützte "Erweiterung der Realitätswahrnehmung" - kann man auf den Handys Informationen visuell darstellen, Bilder mit computergenerierten Zusatzinformationen oder auch mit virtuellen Objekten ergänzen.

Damit ist es möglich, ein Handy beispielsweise bei der Suche nach Ärzten in Richtung Bahnhof zu halten, und man erhält alle gewünschten Informationen von Praxen in dieser Richtung. Wendet man sein Handy dagegen in Richtung Rosenheim, sieht man alle dort angesiedelten Ärzte. Ergänzt wird dies mit Öffnungszeiten und Auto- oder Fußwegen.

Der Kurdirektor erläuterte auch den neuen Internetauftritt Aiblings. "Der bisherige ist schon über fünf Jahre alt", so Jahn, "hier war eine Anpassung überfällig". Im neuen Gewand hat jede Seite nun ein großes, farbiges Kopfbild, passend zum Seitenthema. Rechtsleistig steht ein Gastgeberverzeichnis, das direkt mit dem Buchungssystem der Hotels verbunden ist, und eine Suchfunktion. Neu ist eine Presse-Lounge. Peter Schmid begrüßte besonders den barrierearmen Auftritt und die Tatsache, dass die Pflege der Homepage eigenständig vorgenommen werden kann.

Eine Aufgabe wartet allerdings noch auf die Aiblinger: Noch sind nicht alle Daten im Netz, die restlichen müssen noch erfasst werden. Trotzdem gab Jahn seinen Mitarbeitern sowie Kathrin Wachtveitl und Erna Neumeyer schon ein Lob weiter. Viele Überstunden waren zuletzt erforderlich, damit Bad Aibling schon starten konnte. Und ein Schmankerl hatte Jahn am Ende auch noch parat: Der Download der neuen App ist gratis.

ws/Mangfall-Bote

Zurück zur Übersicht: Mangfalltal

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT