Polizei überwacht Wiesn per Video

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Rosenheim - Die Polizei rüstet auf: Zum ersten Mal werden die Wiesnbesucher heuer per Video überwacht. Die drei Kameras liefern Farbbilder in Echtzeit. ** Video-Interview mit dem Einsatzleiter**

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Mit über einer Million Besuchern stellt das Herbstfest jedes Jahr aufs Neue eine große Herausforderung für die Rosenheimer Ordnungshüter dar. 16 einsatzintensive und mit vielerlei Aufgaben verbundene Wiesntage sind zu bewältigen.

Um allen Herbstfestbesuchern und Schaustellern ein Höchstmaß an Sicherheit zu bieten, ergänzt die Rosenheimer Polizei ihr Einsatzkonzept heuer erstmals mit einer Videoüberwachung auf dem Veranstaltungsgelände. In Übereinstimmung mit der Stadt Rosenheim und dem Veranstalter wurden auf der Loretowiese drei Videokameras installiert. Straftaten auf dem Festgelände können so im Vorfeld bereits erkannt und unterbunden sowie Einsatz- und Rettungskräfte noch schneller an Ereignisorte herangeführt werden.

Gut sichtbar angebrachte Schilder weisen die Besucher auf die Videoüberwachung auf dem Herbstfestareal hin. Die Kameras werden zu Beginn des Herbstfestes in Betrieb genommen und liefern dann 16 Tage lang Farbbilder in Echtzeit in das nahegelegene Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Nach Herbstfest-Schluss werden die Anlagen wieder abgebaut.

Die Aufnahmen der Kameras werden nach 24 Stunden gelöscht. Nur „strafrelevante Bilder“ würden gespeichert, versichert Polizeidirektor Peter Mauthofer, der Leiter der Polizeiinspektion Rosenheim, in unserem Video-Interview.

Jagd auf Maßkrug-Diebe

Die Polizei will in diesem Jahr auch stärker gegen Maßkrug-Diebe vorgehen. „Wir befürchten nicht, dass den Wirten die Maßkrüge ausgehen könnten“, sagt Mauthofer. Aber: Die zerbrochenen Krüge, die dann überall in der Stadt auftauchten, seien eine Gefahr für Mensch und Tier. Außerdem: „Krug-Diebstahl ist kein Kavaliersdelikt.“

Neue Verantwortliche

Der diesjährige Herbstfesteinsatz findet erstmals unter der Führung des neu gebildeten Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim statt. Mit der Einsatzleitung wird Polizeidirektor Peter Mauthofer beauftragt. Polizeipräsident Franz Mayer erklärt: „Um allen Besuchern und Schaustellern ein größtmögliches Maß an Sicherheit zu bieten, hat sich die Polizei bestmöglich auf das größte und beliebteste Volksfest im südostbayerischen Raum vorbereitet. Erfahrene und speziell für derartige Einsatzlagen geschulte Beamte werden sich auf dem Festgelände und im Umfeld stark präsent zeigen und im Falle eines Falles auch beherzt und konsequent einschreiten. Das vertrauensvolle Zusammenwirken mit dem Veranstalter, dem Wirtschaftlichen Verband der Stadt und des Landkreises Rosenheim sowie den Verantwortlichen der Stadtverwaltung Rosenheim bildet die Basis für die Umsetzung unserer bewährten Einsatzstrategie.“

Auch nach der Wiesn soll es ruhig bleiben

Die tägliche Einsatzbewältigung rund ums Herbstfest wurde der örtlichen Polizeiinspektion übertragen. Im Verbund mit den umliegenden Dienststellen, aber auch mit Unterstützung von Bereitschaftspolizeikräften, werden die Beamten auf dem Festgelände und nach Wiesnschluss im Umfeld und Stadtbereich für Sicherheit und Ordnung sorgen.

Jugendschutz hat Priorität

Der Leiter der Polizeiinspektion Rosenheim und Gesamteinsatzleiter, Polizeidirektor Peter Mauthofer, weist eindringlich auf die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen hin. Gemeinsam mit dem Ordnungs- und Jugendamt der Stadt Rosenheim werden Polizeibeamte in Zivil wieder verstärkt Jugendschutzkontrollen durchführen. Vor dem Hintergrund des in zunehmendem Maße feststellbaren Alkoholmissbrauchs junger Menschen appelliert die Polizei an das Verantwortungsgefühl der gastronomischen Betriebe, sowohl auf dem Festplatz, als auch in der Innenstadt, keinen Alkohol an Kinder und Jugendliche abzugeben. In diesem Zusammenhang wird auch auf die generelle Aufsichtspflicht der Erziehungsberechtigten hingewiesen.

Die Wiesn-Wache bleibt auch heuer Dreh- und Angelpunkt der Polizisten.

Die „Wiesn-Wache“ am Glückshafen ist auch heuer wieder „Dreh- und Angelpunkt“ für sicherheitsrelevante Angelegenheiten und „Zentrale für Familienzusammenführungen“ auf dem Festgelände. 14 freiwillige, einsatzerfahrene und besonders geschulte Polizistinnen und Polizisten wurden für den sensiblen Wiesnwachdienst ausgewählt.

Für mehr Sicherheit auf dem Festgelände und zur verbesserten polizeilichen Betreuung der Herbstfestbesucher wurde die Präsenz der Wiesnwachbeamten um eine Stunde täglich erhöht.

Hier die Erreichbarkeit und die neuen Öffnungszeiten der im Glückshafen untergebrachten „Wiesn-Wache“:

>>> Montag bis Freitag von 16 Uhr bis 24 Uhr

>>> Samstag, Sonntag und Kindertage (mittwochs) jeweils von 13 Uhr bis 24 Uhr

>>> Telefon:  08031/2319559 

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Rubriklistenbild: © re

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