Antritt kurz vor dem Ziel entscheidend

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Kurz vor der Zielankunft: Stefan Schaufuss vor dem späteren Sieger Willi Herbst.

Oberaudorf - Bei besten Bedingungen sorgten am vergangenen Wochenende 150 Radamateure in sechs Klassen für spannende Rennen bei der bayerischen Bergmeisterschaft am Oberen Sudelfeld.

Zahlreiche Zuschauer, vor allem auf den letzten drei Kilometern vom Mittleren zum Oberen Sudelfeld, sorgten am Streckenrand für ein Tour de France Feeling, das die Fahrer zu Bestleistungen antrieb. Das Herren-Rennen gewann der Traunsteiner Willi Herbst in der Tagesbestzeit von 39,11 Minuten. Die Veranstaltung des RSV Rosenheim wurde von der Hobbyklasse eröffnet. Früh zerfiel das 33 Mann umfassende Feld in kleinere Gruppen, die allesamt ihr eigenes Tempo fuhren. An der Spitze entwickelte sich ein spannender Kampf aus einer fünfköpfigen Gruppe, den im Bergsprint der Innsbrucker Christoph Kluge in der Zeit von 43,02 Minuten für sich entscheiden konnte. Sieben Sekunden dahinter kam Fritz Finkenzeller aus Holzkirchen als Zweiter durchs Ziel, gefolgt von Markus Swassek aus Ruhpolding.

Die Ergebnisliste

Parallel lief das Rennen der Schüler und Schülerinnen, das auf verkürzter Strecke von Grafenherberg zum Oberen Sudelfeld ausgetragen wurde. Bei den Schülern konnte sich nach 14,52 Minuten der Münchner Julian Schulze vor den beiden Oberammergauern Florian Nowak und Lukas Meiler durchsetzen und somit den Titel des bayerischen und zugleich oberbayerischen Bergmeisters sichern. In der Klasse der Schülerinnen holte sich Gudrun Stock aus Dachau beide Titel. In der Wertung der bayerischen Meisterschaft fuhr Anna Knauer aus Weißenburg auf den zweiten Platz, auf drei folgte Marina Gindhart aus Oberammergau. 18 Fahrer nahmen bei der Jugend U 17 die 14 Kilometer von Brannenburg zum Oberen Sudelfeld auf sich. Vom Start an herrschte ein sehr schnelles Tempo, denn nur ausgewiesene Bergspezialisten wollten die Strapazen dieses Anstieges auf sich nehmen. So überraschte auch nicht, dass sich Julian Schneider aus Karbach mit einer hervorragenden Zeit von 45:44 überlegen den Titel holte. Die beiden Würzburger Dominic Schulz und Andreas Hartmann komplettierten mit den Plätzen zwei und drei das rein fränkische Podium. Der Titel des oberbayerischen Meisters ging an Daniel Wallern vom Team der Kiefersfeldener Dienstagsradler.

Im Rennen der U19 versuchte der Rosenheimer Felix Spensberger gleich zu Beginn sein Glück mit einigen Attacken, die allerdings alle erfolglos blieben. Als Nächstes versuchte es Michael Stadler aus Neuötting. Am Tazelwurm setzte er sich von seinen zehn übrig gebliebenen Gegnern ab und suchte sein Heil in der Flucht. Doch als er als alleiniger Spitzenreiter das Mittlere Sudelfeld erreichte, startete Markus Pötzinger vom SC Wörnsmühl seine Aufholjagd und holte Stadler nicht nur ein, sondern hängte ihn zwei Kilometer vor dem Ziel ab und sicherte sich beide Meistertitel in der Zeit von 45,49 Minuten. Stadler rettete sich als Zweiter ins Ziel noch vor dem RSV-Fahrer Felix Spensberger, der mit 46 Sekunden Rückstand Dritter wurde.

Mit 56 Startern war das Fahrerfeld der Herren das größte Feld des Tages. Dieses Rennen wurde gleich nach dem Start durch die Attacke vom Traunsteiner Daniel Bichlmann enorm schnell, so dass am Tazelwurm nur noch 25 Mann die Spitze bildeten. Im weiteren Verlauf zerfiel die Gruppe immer mehr, so dass in Grafenherberg nur noch acht Fahrer um den Mountainbikeprofi Stefan Schaufuss (WSG Raubling) und die beiden Traunsteiner Herbalife-Fahrer Helmut Trettwer und Willi Herbst die Spitze bildeten. Schaufuss war es auch, der als Erster einen Angriff wagte und sich mit Herbst absetzen konnte. Wolfgang Hofmann (Augsburg) und Roman Angerer (Freilassing) waren nun die einzigen, die den Rückstand zur neuen Spitze im Rahmen hielten, und somit war klar, dass der neue bayerische Bergmeister aus diesen vier Startern kommen würde. Herbst zeigte sich hier als der Fahrer mit den größten Kraftreserven und hängte seine Konkurrenten mit einem Antritt 100 Meter vor dem Ziel ab. Mit seiner Fahrzeit von 39,11 Minuten holte er sich nicht nur den Titel des bayerischen und oberbayerischen Bergmeisters, sondern auch die Bestzeit des Tages. Wolfgang Hofmann und Roman Angerer schafften es noch, Stefan Schaufuss einzuholen und erreichten die Plätze zwei und drei. Simon Schmidmayr erreichte als bester RSV-Fahrer den 19. Platz.

Diese Bergmeisterschaft, die zum ersten Mal in einem solchen Modus ausgetragen wurde, fand bei den Funktionären des Bayerischen Radsportverbandes, Florian Körber und Manfred Wimmer, sowie Brannenburgs Bürgermeister Mathias Lederer nur Worte des Lobes. Als nächste Veranstaltung plant der RSV Rosenheim mit einem Querfeldeinrennen Mitte November in der Innflutmulde in Rosenheim eine weitere Premiere im Landkreis. Weitere Informationen gibt es demnächst unter www.rsv-rosenheim-radcross.de

psy/Oberbayerisches Volksblatt 

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