Wird in Willing ein Sondergebiet ausgewiesen?

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Ob für den farbigen Bereich nördlich und südlich der Kreisstraße RO13 in Willing ein Bebauungsplan für ein Sondergebiet aufgestellt wird, entscheidet der Stadtrat in seiner heutigen Sitzung. Im nördlichen Bereich befindet sich der Sportplatz, im südlichen Bereich (unten) wäre Platz für ein neues Trachtenheim.

Bad Aibling - Ein Sondergebiet für Sport, Freizeit und Brauchtumspflege soll im Aiblinger Ortsteil Willing im Bereich des bestehenden Sportplatzes ausgewiesen werden.

Bau- und Hauptausschuss empfahlen dem Stadtrat in ihren jüngsten Sitzungen die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans, der auch einen Standort für ein neues Trachtenheim des Trachtenvereins "D' Oberlandler" vorsieht.

Wie die Bauverwaltung erläuterte, hat der Trachtenverein "D'Oberlandler" im Februar den Neubau eines Trachtenheimes beantragt. Da aber eine Errichtung oder Erweiterung eines Vereinsheims in der Nähe des Gmoahofs aus Immissionsschutzgründen nicht möglich ist, wurde ein neuer Standort gesucht. "Das Gebäude soll nun direkt südlich der RO13, im Bereich des Sportplatzes Willing, auf städtischem Grund errichtet werden", erläuterte Stadtbaumeister Andreas Krämer.

Da diese Fläche jedoch im Außenbereich liege, sei hierfür die Aufstellung eines Bebauungsplanes erforderlich. Dies hätten auch Rücksprachen mit der Regierung von Oberbayern und dem Landratsamt Rosenheim ergeben. Beide Behörden hätten ihre Zustimmung signalisiert.

"Es ist nun angedacht, in diesem Zusammenhang ein Sondergebiet für Sport und Freizeit auszuweisen", so Krämer weiter. Dieses Sondergebiet würde sowohl den nördlichen Sportplatz mit dem Umkleidegebäude als auch das südliche Trachtenvereinsheim umfassen. Zusätzlich sollten noch Erweiterungsmöglichkeiten in Richtung Mangfall mit aufgenommen werden.

Nach Aussagen der Regierung sollte ein Landschaftsarchitekt die Absichten der Stadt mit der exponierten Landschaftslage in Einklang bringen, wobei auch die Belange des Naturschutzes berücksichtigt werden müssten.

Zu den Planungszielen der Stadt zählt unter anderem die Festschreibung des Sportplatzes mit Nebenanlagen in Willing sowie die Erweiterung dieses Bereichs nach Süden. Für Willing und seine Bürger soll so ein dauerhaftes Sport- und Freizeitgelände geschaffen werden. Den Gesamtbereich will man durch eine entsprechende Grünordnung in die Landschaft einbinden.

Im Zuge der Aufstellung des Bebauungsplanes "Sondergebiet Sport- und Freizeitgelände Willing" soll außerdem der Flächennutzungsplan in diesem Bereich im Parallelverfahren geändert werden.

Für Richard Lechner (SPD) stellte sich die Frage, ob genügend Parkplätze vorhanden seien, wenn das Trachtenheim und zeitgleich der Sportplatz genutzt würden. Es sei Fakt, dass für die Sportanlage bereits jetzt zu wenig Parkplätze vorhanden seien, wenn beide Plätze belegt sind und Spielbetrieb herrscht, räumte Krämer ein. "Da muss man sicher über eine Neuordnung nachdenken", kündigte er an.

Während Bürgermeister Felix Schwaller darauf hinwies, dass bei größeren Veranstaltungen bereits jetzt auf der Wiese geparkt wird, erklärte Markus Stigloher (CSU), dass der Trachtenverein normalerweise nicht zu den Zeiten des Sportbetriebs vor Ort sei. Er legte überdies Wert darauf, dass der Pendlerparkplatz so ausgebaut wird, "dass alles Hand und Fuß hat". Für das Thema Emissionen und Verkehr interessierte sich Dieter Bräunlich (ÜWG). Dies sei jedoch erst Bestandteil des Verfahrens, erklärte Schwaller. Der abfahrende Verkehr werde in Richtung Kreisstraße RO13 geführt.

Der Stadtrat wird in seiner heutigen öffentlichen Sitzung um 18 Uhr im Seminarraum des Kurhauses über die Aufstellung des Bebauungsplanes zur Ausweisung des Sondergebietes für Sport, Freizeit und Brauchtumspflege entscheiden.

Eva Langwieder (Mangfall-Bote)

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