Erstes Holzhaus im Juli fertig

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Mietraching - Im Teilbereich "Wohlfühlpark" des ehemaligen US-Camps wird die geplante Wohnbebauung viele Meter vom Moosbach abgerückt und damit der Uferbereich geschützt.

Eine wichtige Voraussetzung für den Stadtrat, um den Satzungsbeschluss dazu zu fassen. Ein Charakteristikum im Baufeld wird ein vierstöckiges Holzhaus sein. Die Fertigstellungist im Juli geplant. Bis in den Uferbereich hinein ging die zunächst angedachte Bauraumerweiterung und stieß beim Bund Naturschutz auf größten Widerstand.

In seiner Stellungnahme im Rahmen der öffentlichen Beteiligung zum Bebauungsplan (Änderung) hatte er auf die alte Planung mit mehr Abstand zum Moosbachufer verwiesen. Die Abänderung mit dem näher gerückten Bauraum sei ein Fehler gewesen, der nun aber durch die vergrößerte Abstandsfläche korrigiert worden sei, räumte der Generalbevollmächtigte von B&O, Dr. Karl-Josef Schaltenberg, gegenüber unserer Zeitung ein. Neben dem ohnehin frei zu haltenden "Streifen" (zehn Meter vom Uferbereich) sind Dr. Schaltenberg zufolge noch einmal zwölf bis 15 Meter hinzu gekommen.

Im westlichen Teil des Baufeldes ist gleichzeitig die Möglichkeit eines viergeschossigen Holzhauses geschaffen worden. Die siebenstöckigen Holzhäuser, die bereits in diesem Frühjahr/Sommer angestrebt wurden - auch als Beitrag zur Landesgartenschau in Rosenheim - sind aber nicht aufgegeben, sondern wegen der expliziten Bauherrensuche nur aufgeschoben. Stattdessen baut B&O nun selbst ein vierstöckiges Haus nach dem Modell der siebenstöckigen, also energiersparend.

Das Holzhaus wird auf den bereits vorgefundenen Keller "aufgesetzt" und soll mit Start im Mai dann bis Juli errichtet sein. "Das geht schnell", so der Generalbevöllmächigte, "da in Fertigbauweise." Das Haus bietet dann Zwei-Zimmer-Mietappartements sowie Vier-Zimmer-Mietwohnungen, jeweils mit Balkons.

Das Anliegen des Bund Naturschutz und auch des Stadtrates, den Gehölzbestand am Moosbach zu erhalten, sieht die Planungsänderung ebenfalls vor. Damit soll der Wohlfühlcharakter bewahrt bleiben. Lediglich schadhafte Bäume werden ersetzt, des Weiteren peu à peu die Fichten durch Laubbäume - dies alles waren schon Forderungen aus dem Bauausschuss (wir berichteten). Die erneute "alte" Variante mit "reduzierter Bebauung" begrüßte Stefan Roßteuscher (ÜWG), mahnte indes bei der Verwaltung für die Zukunft notwendige Beratungsunterlagen zu einem "rechtzeitigen Zeitpunkt" an.

Da die bisherigen Satzungsänderungen zum Thema bei unterschiedlichem Inhalt aber stets dasselbe Datum aufweisen, forderte Stadtrat Richard Lechner (SPD) eine Berichtigung ein. Ansonsten könne dies im Ernstfall zu Problemen führen. Positiv bewertete Dieter Bräunlich (ÜWG) die Rückkehr zur größeren Abstandsfläche und den Erhalt der Gehölze im Bereich Moosbach, die somit eine natürliche Abgrenzung zum Landschaftspark bildeten.

Bei einer Gegenstimme (Dr. Birgitt Matthias, SPD) brachte der Stadtrat die zweite Änderung dieses Bebauungsplans zum Abschluss. Mit dem Satzungsbeschluss zum "Wohlfühlquartier", das an den "Landschaftspark" angrenzt, kann auch die Baugenehmigung erteilt werden.

Oberbayerisches Volksblatt

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