"Lassen Sie gesunden Menschenverstand walten"

Bad Aibling - Der Standort des Zebrastreifens in der Münchner Straße soll nun doch noch einmal überprüft werden. Ist der Stadtrat an Verwaltungsanordnungen gebunden?

Mit dieser Situation in Oberaudorf argumentierte Stadtrat Richard Lechner

Mitglieder des Aiblinger Stadtrates waren teilweise mit dem Vorschlag der Verwaltung, den Zebrastreifen fünf Meter von der Einmündung Bahnhofstraße entfernt anzubringen, nicht einverstanden.

Die Situation am Aiblinger Ulrich-Eck

Sie hätten ihn lieber an der Stelle gesehen, an der sich früher der Fußgängerüberweg mit Ampel befand. In der jüngsten Bauausschusssitzung griff Richard Lechner (SPD) das Thema anhand von Bildern noch einmal auf. Er verwies auf ein Beispiel in Oberaudorf. Dort befinde sich der Überweg über die Rosenheimer Straße (Staatsstraße 2089) kurz vor der Einmündung Bad-Trißl-Straße. Dies sei vergleichbar mit der Situation am Aiblinger Ulrich-Eck.

"Dann können wir gleich heimgehen"

Dem Hinweis von Thomas Gems vom städtischen Tiefbauamt auf die vorgegebenen Richtlinien entgegnete er mit der Bitte:"Lassen Sie hier den gesunden Menschenverstand walten." Schließlich handle es sich nur um eine Richtlinie, nicht um ein Gesetz. Hier hakte letztlich auch Bürgermeister Felix Schwaller ein: "Wir sollten noch einmal abklären, ob der Abstand von Gesetzes wegen eingehalten werden muss oder ob der Stadtrat frei entscheiden kann, wo er den Zebrastreifen anbringen will." Und fügte hinzu: "Wenn immer nur nach Richtlinien und Verwaltungsanordnungen vorgegangen wird, können wir gleich heimgehen."

Darauf, dass der Zebrastreifen gemäß der bisherigen Verwaltungsargumentation unbedingt auch außerhalb des verkehrsberuhigten Geschäftsbereichs liegen müsse, ging man nicht mehr explizit ein.

Mangfall-Bote

Rubriklistenbild: © Lechner

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