Sternplatten-Nordseite: Zubringer soll gebaut werden

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An der Heubergstraße sollen zwei Einfamilienhäuser entstehen. Dafür muss der Bebauungsplan geändert werden.

Bad Feilnbach - Um die Waldgrundstücke auf der Sternplatten-Nordseite mit ins forstliche Wegenetz einzubinden, soll der "Leikerdinger Zubringerweg" gebaut werden.

In seiner letzten Sitzung im Jahr 2010 hatte der Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Bad Feilnbach über den Antrag auf Übernahme einer Bauträgerschaft, eine Erweiterung der Ortsabrundungssatzung Wiechs, über die Änderung des Bebauungsplanes "Heubergstraße I" sowie über einige Bauanträge und Bauvoranfragen zu entscheiden.

Um die Waldgrundstücke auf der Sternplatten-Nordseite mit ins forstliche Wegenetz einzubinden, soll der "Leikerdinger Zubringerweg" gebaut werden. Diese Maßnahme ermögliche das Befahren mit mehrachsigen Lkw und lässt damit einen ganzjährigen Holztransport zu. Außerdem wird die durchschnittliche Rückeentfernung verringert und die Waldbewirtschaftung und -pflege erleichtert.

Mit dem Bau des knapp 700 Meter langen Weges werden rund 15 Hektar erschlossen und bestehende Schlepperwege an das Wegenetz angeschlossen. Da der Weg auf einer bereits bestehenden Schleppertrasse gebaut wird und mit reduziertem Ausbaustandard ausgeführt wird, verändert sich das Landschaftsbild nur geringfügig.

Das gesamte Projekt wird vom Freistaat Bayern gefördert. Der Ausschuss fasste den Beschluss, dass die Gemeinde Bad Feilnbach die Trassierung, die Ausarbeitung des Bauentwurfs und die Übernahme der Gesamtbauleitung durch das zuständige Forstamt sowie die Bezuschussung beantragt.

Bad Feilnbachs Bürgermeister Hans Hofer informierte über ein Problem mit dem Bebauungsplan "Heubergstraße", in dem der Bau von Doppelhaushälften vorgesehen ist. Da ein gleichzeitiger Baubeginn nicht möglich sei, sollen nun zwei Einfamilienhäuser entstehen. Dies sei jedoch aufgrund der notwendigen Abstandsflächen nicht ohne Weiteres möglich. Das Gremium beschloss daher einstimmig, den Bebauungsplan zu ändern. Ein entsprechendes Verfahren wird nun eingeleitet.

Weiter beschloss der Bauauschuss die Ortsabrundungssatzung Wiechs zu erweitern. Das Vorverfahren fand nur geringes Interesse in der Öffentlichkeit, während das Landratsamt Rosenheim als untere Naturschutzbehörde ökologische Ausgleichsmaßnahmen forderte. Der Ausschuss nahm von den Einwendungen und Stellungnahmen Kenntnis. Die Forderung des Landratsamts wurde in der Satzung berücksichtigt.

Das gemeindliche Einvernehmen erteilte der Bauausschuss bei vier Bauanträgen jeweils einstimmig. So wurde ein Antrag auf Errichtung eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in der Frühlingstraße in Au genehmigt. Als Auflage wurde die Höhenfestlegung durch das Landratsamt erteilt.

Einzelne Mitglieder regten die Absprache der Gesamtgestaltung mit dem Landratsamt an, so dass sich das Gebäude in das Ortsbild der bereits bestehenden Bebauung einfügt.

Auch ein Bauantrag zum Umbau und Erweiterung einer Rinderstallung zur artgerechten Tierhaltung in Au wurde vom Ausschuss befürwortet. Das Gremium genehmigte weiter zwei Anträge auf Nutzungsänderung in Dettendorf. So soll eine bisher landwirtschaftlich genutzte Fläche zum Ausbau einer Werkstatt mit Lagerraum für einen holzverarbeitenden Betrieb verwendet werden. Darüber hinaus stimmte das Gremium einer Kfz-Werkstatt mit Lager und Spenglereibedarf zu. Beide wurden mit der Auflage versehen, die geltenden Immissionsschutzwerte einzuhalten.

Das gemeindliche Einvernehmen konnte bei einer Bauvoranfrage zur Errichtung eines Mehrfamilienhauses mit Garagen in der Moosstraße in Litzldorf nicht erteilt werden. Laut der gemeindlichen Garagen- und Stellplatzsatzung sind ab der fünften Wohneinheit bei Bauvorhaben mit mehr als vier Wohnungen die Hälfte der notwendigen Stellplätze als Tiefgarage zu errichten. Geplant wäre jedoch eine Grenzgarage, die die zulässige Grenzbebauung von neun Metern mit 15 Metern erheblich überschreitet.

Der Ausschuss einigte sich einstimmig darauf, dass hier die Aufstellung eines Bebauungsplans sinnvoll erscheint.

Abgelehnt wurde auch eine formlose Anfrage zur Errichtung eines Carports am Point Nord in Au. Da der Anbau an die bestehende Garage das vorgesehene Baufenster überschreitet, konnte das Vorhaben nicht befürwortet werden. Auch einer Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans wurde nicht zugestimmt um keine Bezugsfälle zu schaffen.

kok/Mangfall-Bote

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