Zukunftspläne sind zu schmieden

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Vorstand Peter Buchbauer (links) verabschiedet den letzten Badegast des Saison 2010: Arthur Grausam.

Bruckmühl - Auf eine durchwachsene Saison in punkto Sonnenschein und Gästezahlen blickt der Schwimmbadverein Bruckmühl zurück. Jetzt macht er sich Gedanken um einen Schwimmbad-Neubau.

Nach 129 Badetagen schlossen sich jetzt die Tore, das Schwimmbad verabschiedete sich in seine "Winterruhe". In dieser Zeit will sich der Verein Gedanken um einen Schwimmbad-Neubau in den nächsten Jahren machen.

15 Prozent weniger Gäste als noch im Vorjahr stürzten sich im Freibad von Bruckmühl heuer in die Fluten. Zogen im vergangenen Jahr noch 28.000 Badegäste ihre Bahnen im kühlen Nass, so kamen heuer "nur" 24.000 Besucher.

"Einen großen Einfluss auf diese rückläufigen Zahlen hatten die 20 Prozent weniger Sonnentage", weiß Vereinsvorstand Peter Buchbauer aus langjähriger Erfahrung. Die besucherstärksten Tage seien dabei montags und dienstags gewesen. Insbesondere in den letzten Schulwochen vor den Sommerferien würden zahlreiche Jugendliche ins Schwimmbad strömen, "abends gesellen sich dann noch die Eltern dazu", so Buchbauer gegenüber unserer Zeitung.

Besonders treue Mitglieder sind die Frauen des "Morgenclubs". Täglich kommen sie schon frühmorgens ins Schwimmbad und ziehen bei einem Ratsch ihre Bahnen. "Der Morgenclub besteht aus an die 30 Frauen, die bei jeden Temperaturen ins Wasser gehen", so der Vorsitzende nicht ohne Anerkennung. Sogar bei drei Grad Celsius seien sie in den vergangenen Tagen noch baden gegangen. "Es gab schon Zeiten, wo die Frauen mit Handschuhen auf dem Fahrrad anreisten und dennoch aufs Schwimmen nicht verzichten wollten", erinnerte sich Buchbauer.

Die Bruckmühler Badesaison umfasse immer zwischen 128 und 130 Tagen, da man immer einen Tag vor dem Muttertag öffne und zum Schulbeginn schließe. "Diese Wochen reichen aber auch voll und ganz aus, dann wird es schon zu kalt", betonte der Vorsitzende.

Einher mit dem mangelnden Sonnenschein und den teils kalten Temperaturen ging gleichzeitig ein erhöhter Ölverbrauch. Etwa zehn Prozent über dem Durchschnitt liege hier heuer der Verbrauch, so Buchbauer.

"Dennoch konnte bei den Betriebskosten eine schwarze Null erwirtschaftet werden, was an den treuen Mitgliedern des Vereins liegt", lobte Buchbauer und hob gleichzeitig die unfallfreie Saison hervor. Die Gemeinde bezuschusst den Betrieb jährlich mit 18.000 Euro. "Dafür findet das Schulschwimmen im Rahmen des Sportunterrichts bei uns statt", so Buchbauer.

Darüber hinaus habe es in der vergangenen Saison einige Aktionen gegeben: Von Schwimmkursen für Kinder bis hin zu zweimal wöchentlicher Wassergymnastik bot der Verein einiges an. Besonders gut angenommen worden ist laut dem Vorstand die verlängerte Öffnungszeit bis 21 Uhr im Hochsommer.

In den nächsten Tagen wird das Schwimmbad winterfest gemacht. Einige Fliesen sind zu reparieren, die Pumpe etc. muss gereinigt werden. Außerdem: "Wir müssen in der ruhigen Zeit über ein neues Schimmbad in den nächsten Jahren nachdenken", so Buchbauer. Die Gemeinde habe für dieses Projekt schon ihr Wohlwollen signalisiert. Dem Vorstand zufolge müssen sich die Mitglieder entscheiden, ob sie auch künftig ein Schwimmbad in der Gemeinde haben wollen. Wenn ja, dann müsse ein Neubau noch in diesem Jahrzehnt erfolgen. Denn das jetzige Becken habe bereits 40 Jahre auf dem Buckel.

Silvia Mischi (Mangfall-Bote)

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