Zumindest einen Satz gewonnen

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Mühldorf - Mit 1:3 haben die Regionalliga-Volleyballer des TSV Mühldorf ihr drittes Saisonspiel verloren. Gegen den Titelanwärter und aktuellen Tabellenzweiten war an diesem Abend kein Kraut gewachsen.

Zu respektvoll begannen die Mühldorf im ersten Satz, trauten sich nicht richtig anzugreifen. Das Zuspiel von Fabian Wagner war zu durchschaubar für die Gäste aus der Oberpfalz, so dass die Mühldorfer bald mit 6:12 im Hintertreffen lagen und diesen Rückstand gegen so ausgepuffte Spieler auch nicht mehr wett machen konnten (15:25).

Als dann Trainer Günther Thomae als Alternative für den glücklosen Stefan Schmid Severin Bienek ins Spiel brachte kam es knüppeldick für die Mühldorfer. Der junge und unerfahrene Bienek war ohne irgendeine Chance gegen den Klasse-Block der Marktredwitz, ebenso bissen sich die Mittelblocker die Zähne an den tschechischen Hünen Horst Rahn im Mittelblock aus. Sage und schreibe mit 0:8 lagen die Mühldorfer im Hintertreffen, das gab es noch nie! Das Selbstvertrauen leidete darunter erhebelich und die Oberpfälzer mit Jan Liebscher im Angriff und dem 2,05 Meter großen Marko Knauer machten sich nun in Form einiger Staffelbälle einen Spaß daraus, nach Belieben gegen die verunsicherten Mühldorfer anzugreifen. 1:11, 4:19 und 6:22 - die Resignation war deutlich zu spüren. Einziger Lichtblick: Die Aufschläge von Fabian Wagner, der viermal mit voller Wucht die Annahme der Gäste knackte. Mehr als Ergebniskosmetik sprang dabei aber nicht mehr heraus (11:25), auch wenn Trainer Thomae beim 4:19 noch Leo Tille für Alex Lechner gebracht hatte.

Ein ähnliches Bild in Satz drei, doch nun ließen die Mühldorfer die Gäste nicht mehr so leicht davon ziehen (4:6). Sie kamen immer besser ins Spiel, bei 6:7 plötzlich Aufbruchstimmung. Dann war es geschehen: Mühldorf führte zum ersten Mal in diesem Spiel - 9:8. Wie ausgewechselt schien die Mannschaft nun. Mittelblocker Simon Weichselgartner, der sich in den Durchgängen eins und zwei noch nicht richtig wohlzufühlen schien in seiner neuen Funktion als Diagonalspieler, griff nun immer sicher an. Auch der Cleverness der nun fehlerfrei spielenden Mühldorfer war es zu verdanken, dass sie sogar mit 15:12 in Führung gingen. Immer noch gefährlich: Jan Liebscher, der mit einer beeindruckenden Übersicht angriff, doch Mühldorf gelang es die Oberpfälzer auf Distanz zu halten (20:17). Nun tobte die Halle, frenetisch feuerten die knapp 100 Zuschauer an. Auch weil schließlich den Marktredwitzern das Glück langsam flöten ging, sicherten sich die Mühldorfer diesen Durchgang mit 25:21 - Thomaes Vorgabe gegen so favorisierte Gegner war bereits erfüllt.

Voll motiviert gingen die Mühldorfer deswegen auch in Satz vier, den sie bis zum 12:10 im Griff hatten. Dann aber stellte sich bei den einen - Marktredwitz - wieder Routine ein, während die Mühldorfer unverständlicherweise eine leise Lethargie Oberhand gewinnen ließen. Vielleicht fehlte es nun an der nötigen Courage, den Druck weiterhin aufrecht zu halten. Vielleicht war es aber auch die jahrelange Erfahrung auf der Seite gegenüber, die nun wieder das Zepter in die Hand nahm. Fehlerfreie Aufschläge, sichere Aufschläge und eine Top-Abwehr des durchweg überzeugenden Gäste-Liberos Michael Spannig ließen das Blatt wenden, auch weil sich auf Mühldorfer Seite nun Netzfehler, total verunglückte Angriffe und verstellte Bälle summierten. 17:20, 18:22, 19:23 - schließlich endete der Satz mit 20:25, wobei bei den Mühldorfern zum Schluss kein großes Aufbäumen mehr zu spüren war.

Im vierten Spiel kassierten die Mühldorfer die dritte Niederlage. Den Kopf deswegen hängen zu lassen, ist aber sicherlich nicht nötig, wie auch Trainer Thomae nach dem Spiel betonte. Denn: Die drei Niederlagen haben sich die Mühldorfer gegen die absoluten Topteams und Aufstiegsaspiranten aus Coburg (Erster), Niederviehbach (Vierter) und eben Marktredwitz (Zweiter) eingefangen. Konzentrieren müssen sich die Mühldorfer nun auf die nächsten vermeintlich schwächeren Gegner, den MTV München im Heimspiekl am 30. Oktober (20 Uhr), den sie, wenn sie Klasse halten wollen, dann aber auch schlagen müssen.

je

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