Zuschuss für Krippenbau fließt

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Dieser Gebäudeteil des Kindergartens St. Georg wird zur Krippe umgebaut.

Bad Aibling - Der Umbau für die Krippe des katholischen Kindergartens St. Georg kann starten - der Freistaat gab nun "grünes Licht" mit der Zuschuss-Zusage.

Rund 122.000 Euro gibt es nach Angaben der Regierung von Oberbayern. Der Aiblinger Stadtrat hatte dem Vorhaben bereits zugestimmt (wir berichteten). Aus einer Kindergartengruppe wird damit eine in St. Georg dringend benötigte Krippe.

Zwölf Kinderkrippenplätze werden nach dem Umbau angeboten. Der Freistaat fördert die Maßnahme aus dem Sonderprogramm "Investitionen für neue Plätze für Kinder unter drei Jahren". Das Krippenangebot soll zum neuen Kindergartenjahr bereitstehen.

In der Kurstadt gibt es neben vier städtischen Einrichtungen (Kindergarten Berbling, Ellmosen, Hofberg und Westendstraße) mit 150 Kindergartenplätzen auch Einrichtungen anderer Träger. So bietet der katholische Kindergarten Mariä Himmelfahrt 50 Betreuungsmöglichkeiten an, der evangelische Kindergarten "Regenbogen" 75 sowie "Burg Sonnenstein", eine Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt, 78 Plätze. Der Montessori-Kindergarten auf dem B&O-Gelände verfügt über 25 Kindergarten- und 14 Krippenplätze. Hinzu kommt das Kinderhaus "Camino" (Stiftung St. Zeno) mit Betreuungsplätzen für Kinder von Null bis zur Einschulung sowie einem Hortangebot.

Damit ist die Kurstadt mit zehn Kindergärten für die kommenden Jahre gerüstet. Wie Markus Joachimsthaler (städtisches Sozialamt) erläutert, "schwimme" Bad Aibling in Sachen Kinderbetreuung gegen den Strom. Statt wie in vielen Gemeinden und Städten derzeit üblich, Kindergartengruppen zu schließen, werde vor Ort das Angebot erweitert. Als Gründe nennt Joachimsthaler die Tatsache, dass oftmals beide Elternteile für den Lebensunterhalt arbeiten und damit das Betreuungsangebot voll ausgenutzt werde. Zum anderen würden sich zahlreiche Zuzüge von Familien in die Kurstadt bemerkbar machen.

Mit Integrationsproblemen kämpfen die Kindergärten selten. Barbara Straßner, Leiterin des städtischen Kindergartens Westendstraße, zufolge, sei die Sprachbarriere unter Kindern sehr gering. Zwar könnten manche Kinder kaum Deutsch, doch die Kleinen würden sich "mit Händen und Füßen" untereinander verständigen und innerhalb weniger Monate die Sprache erlernen. Zudem würden Sprachkurse für Kinder "mit unzureichenden Deutschkenntnissen" angeboten - in Kooperation mit der Luitpoldschule und der St.-Georg-Volksschule zweimal pro Woche.

cde/Mangfall-Bote

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