Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Desolater Container-Zustand auf A8

Völlig ungesicherte Ladung: Lkw aus Verkehr gezogen

+

Bad Aibling - Bei einer Streife auf der A8 erregte ein deformierter Sattelzug die Aufmerksamkeit der Polizei. Der desolate Zustand des Containers sollte aber nicht das einzige Problem bleiben.

Während einer routinemäßigen Streife fiel der Schwerverkehrskontrollgruppe der Verkehrspolizei Rosenheim ein seltsam deformierter deutscher Sattelzug auf. Dieser wurde dann auf der A8 im Bereich Bad Aibling auf einem Parkplatz zur Kontrolle angehalten. 

Dabei wurde folgender Sachverhalt ermittelt: Hier war ein 56 jähriger slowakischer Lkw-Fahrer mit deutschen Sattelzug unterwegs und dieser hatte wortwörtlich einen "Umfall". Es passierte in Italien. Als er beim Empfänger der Ladung versuchte die Ware abzukippen, brach der Kippcontainer vom Fahrgestell ab und stürzte auf die linke Seite. Dabei brachen sämtliche Halterung zwischen Nur mit viel Glück blieb der Container auf der 450 Kilometer langen Fahrt an seinem Platz.Fahrgestell und Container.

Nur mit viel Glück blieb der Container auf der 450 Kilometer langen Fahrt an seinem Platz.

Nun wurde der Container am Unfallort in der italienischen Firma wieder auf das Fahrgestell gehoben und versucht mit desolaten Gurten diesen irgendwie wieder zu befestigen. Leider hatten diese Gurte überhaupt keine Wirkung auf eine sichere Transportbeförderung.

Von Italien fuhr er dann über den Brenner in Richtung seiner deutschen Firmenniederlassung. Die Fahrt endete erst bei der Verkehrskontrolle durch die Verkehrspolizei Rosenheim.

Der Sattelzug war aufgrund des völlig verbogenen Containers nun 2,78 Meter breit und 4,23 Meter hoch. Normal können Lkw und Sattelzüge 2,55 Meter breit und 4,0 Meter hoch sein. Der Container war völlig lose auf dem Fahrgestell und nicht gesichert.

Mehr Glück als Verstand

Dass hier kein schwerer Unfall, bei der über 450 Kilometer dauernden Fahrt passierte, kann nur noch durch einen sehr "aufmerksamen Schutzengel" erklärt werden.

Zusätzlich waren noch mehrere Holzlatten und eine schwere Eisenstange außen am Fahrzeug angebracht, die nach vorne keine Sicherung hatten. Schon mit zwei Fingern konnte die Eisenstange bewegt werden, man möchte sich nicht vorstellen was bei einer Vollbremsung passiert wäre. Doch der Fahrer setzte dem Ganzen noch einen drauf. Er hatte während der Fahrt neben seinem Fahrersitz eine 3kg schwere Gasflasche mit aufgesetztem Kocher stehen. Diese wurde ohne jegliche Sicherung befördert. Was einen schweren Verstoß nach dem Gefahrtgutgesetz zur Folge hat.

Wir bitten alle Fahrer und Speditionen darauf zu achten. Gaskocher oder Gasflaschen haben während der Fahrt nichts im Führerhaus zu suchen.

Die Weiterfahrt wurde selbstverständlich sofort unterbunden und gegen den Fahrer sowie gegen die verantwortliche Transportfirma werden mehrere Bußgeldverfahren eingeleitet. Der deformierte Container kann in diesem Zustand nicht auf öffentlichen Straßen transportiert werden.

Pressemeldung Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim

Kommentare