Polizei Brannenburg informiert über betrügerische Anrufe

„Guten Tag, rate mal wer hier ist? ...Ich brauche 20.000 Euro"

Brannenburg - Die Polizeiinspektion Brannenburg informiert die Bürger über betrügerische Anrufe von falschen Verwandten oder falschen Polizisten und wie sie sich dagegen schützen können.

Polizeimeldung im Wortlaut:

„Guten Tag, rate mal wer hier ist ? … und ich brauche dringend 20.000 Euro!" - So oder in vielen anderen Varianten versuchen organisierte Betrüger Banden vor allem ältere Menschen um ihr Erspartes zu bringen. Dabei handelt es sich vordringlich um Anrufer aus Callcentern, deren Sitz sich meist in der Türkei oder in Polen befindet. Die Opfer werden auf verschiedenste Weisen zum Teil völlig wahllos ausgesucht. Aktuell ist es in unserem Dienstbereich mehrfach bereits zu derartigen Anrufen gekommen.

Anrufer geben sich entweder als Verwandte oder als Polizisten aus

Wer meint, sicher kein Opfer werden zu können, der täuscht sich! Der erste telefonische Kontakt der Betrüger ist sehr glaubwürdig. Entweder als Verwandter oder als Polizeibeamter verschaffen sie sich erst einmal Zugang zum Opfer. Raffiniert ist auch die oft angewandte Methode, wenn die Betrüger merken, dass das Opfer eventuell noch unsicher ist. 

Dann erfolgt wenig später ein zweiter Anruf und diesmal gibt sich der Anrufer dann als Polizist aus. Dieser gibt dann vor gegen eine Callcenterbande zu ermitteln und diese mit Hilfe des Opfers eine Falle stellen zu wollen. Spätestens jetzt wiegt man sich in Sicherheit. Wenn dann die Glaubwürdigkeit und Bereitschaft zur Geldübergabe hergestellt wurde, kommt der 2. Schritt.

Meist sind die Betrüger bei der Geldübergabe als Team mit Auto vor Ort

Es wird ein Geldübergabeort ausgemacht oder eine Überweisungsmöglichkeit dargestellt. Dabei geht es meistens um eilige Angelegenheiten wie Wohnungskauf, Falschgeldermittlungen, Gefahr von Einbrechern oder ähnliches. Damit wird dem Opfer die Chance der Überprüfung genommen.

Wenn der Geldübergabeort ausgemacht wurde, kommt es zur Übergabe. Meist haben die Opfer größere Geldbeträge zu Hause oder sie gehen zur Bank und heben einen großen Geldbetrag ab.

Diese Phase ist auch für die Betrüger sehr riskant. Sie müssen nun persönlich in Erscheinung treten. Meist handelt es sich hierbei um ein Team mit Auto vor Ort, die bereits in der Nähe warten und somit relativ schnell das Geld abholen.

Wie kann ich mich davor schützen ? - Die Polizei informiert

1. Phase der telefonische Kontaktaufnahme:

  • viele Fragen stellen ? (Namen, Adresse, familiäres Insiderwissen etc.)
  •  Rückrufnummer und Namen verlangen und notieren (Telefondisplay ablesen)

(die echte Polizei wird ihnen hier immer Auskunft geben)

  • bei Unsicherheit sofort auflegen und unmittelbar nach dem fingierten Anruf die POLIZEI über die Notruf Nr. 110 verständigen

2. Phase der Geldübergabe:

  • bei Abhebungen von der Bank mit dem Bankangestellten über den Grund der eiligen Abhebung sprechen (Bankangestellte sind über diese Vorgehensweisen sensibilisiert)
  •  keine Überweisungen an nicht überprüfte Kontodaten insbesondere Western-Union Bank oder ähnliche tätigen
  • keine fremden Personen in die Wohnung lassen !
  • von vermeintlichen Polizisten den Dienstausweis zeigen lassen (ggf. über Notruf 110 die Dienststelle der Beamten hinterfragen)
  • bei Unsicherheit das Geld nicht übergeben und sofort die POLIZEI über die Notruf Nr. 110 verständigen

Sollte es trotzdem geschehen sein, dass sie Opfer einer dieser raffinierten Betrügereien geworden zu sein, scheuen sie sich bitte nicht unverzüglich die POLIZEI zu verständigen.

Polizeiinspektion Brannenburg

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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