Mitteilung der Bundespolizei Flughafen München

Mit vorgetäuschtem OP-Termin auf den Strich? Einreisegrund stellt sich als falsch heraus

Bundespolizei am Münchner Flughafen.
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Tagtäglich müssen Bundespolizisten am Münchner Airport Reisende wegen verschiedenster Straftaten anzeigen und oft auch wieder nach Hause schicken. Dies hat sich in Zeiten von Reisebeschränkungen wegen der weltweiten Corona-Situation nicht signifikant geändert.

Flughafen München - Bundespolizisten ziehen eine Georgierin (29) am Münchner Airport aus dem Verkehr, da der Inhalt ihres Reisekoffers sehr verdächtig war.

Die Mitteilung der Polizei im Wortlaut:

In diesen Zeiten braucht man zur Einreise nach Deutschland nicht nur gültige Reisedokumente. Meist bedarf es aufgrund der Infektionsschutzbestimmungen auch eines triftigen Reisegrundes. Dessen war sich eine junge Georgierin offenbar bewusst. Auch wusste sie wohl, dass der vermutlich wahre Grund ihrer Reise nach Deutschland kein triftiger nach den deutschen Bestimmungen war.

Daher hat die 29-Jährige sich eine Bestätigung über einen wichtigen OP-Termin in einer bayerischen Klinik besorgt. Bei den Bundespolizisten im Erdinger Moos aber flog die eingebildete Kranke auf, als sie am Montag (9. November) aus Tiflis im Erdinger Moos ankam. Zudem haben die Grenzpolizisten aufgrund des Reisegepäcks des jungen Fluggastes einen pikanten Verdacht. Schließlich fand sich in ihrem Koffer mehr Reizwäsche als für einen Krankenhausaufenthalt normalerweise nötig.

Die Beamten werfen der jungen Frau nun unter anderem Urkundenfälschung vor und schicken sie mit dem nächstmöglichen Flug wieder zurück nach Hause.

Bundespolizisten haben im Terminal 2 am Münchner Flughafen eine junge Georgierin aus dem Verkehr gezogen und werden sie mit dem nächstmöglichen Flug wieder nach Hause schicken. Aber nicht nur das. Die 29-Jährige wird eine Strafanzeige mit ins Gepäck bekommen. Die Vorderasiatin war den Beamten bei der Einreisekontrolle des Fluges aus Tiflis aufgefallen.

Die junge Dame hatte neben ihren Reisedokumenten auch ein Schreiben einer Klinik in Nürnberg bei sich, in dem die dortigen Ärzte offensichtlich bestätigten, dass sie sich in Mittelfranken einer wichtigen Operation unterziehen müsse. Die Münchner Grenzpolizisten wiederum fragten kurzerhand bei den Medizinern in der Frankenmetropole an.

Von dort kam prompt die Antwort, dass es sich bei dieser Einladung um eine Fälschung handeln müsse. Man habe für die junge Dame keinen Termin und habe auch keine Bestätigung ausgestellt. Also stellten sich für die Grenzbeamten ein paar Fragen und sie haben die Dame auf die Wache gebeten.

Dort, mittels Dolmetscher mit den offenen Fragen konfrontiert, gab sich die 29-Jährige grundsätzlich ganz gesprächig. Ein paar Erinnerungslücken ließen sich allerdings dann doch nicht vermeiden. So gab sie umgehend zu, dass sie um die Fälschung des Klinikbriefes wisse. Diesen habe sie sich von einer Landsmännin und Freundin besorgen lassen, weil sie in Deutschland auf Sightseeing-Tour habe gehen wollen.

Unterkommen wollen habe sie bei einem nahen Verwandten, weil ja die Hotels keine touristischen Gäste aufnehmen. Recht viel mehr aber konnten die Ermittler nicht aus der jungen Frau herauskitzeln. Zu Ihrer finanziellen Lage befragt, gab sie gerade so viel preis, dass die Beamten maximal mutmaßen konnten, ob es stimmen könnte oder auch nicht. Sie arbeite in ihrem Heimatland bei einer Firma, deren Namen sie aber nicht preisgeben wolle.

Dass sie kaum Geld bei sich habe, sei auch kein Problem. Sie würde bald welches bekommen. Als dann die Sprache auf den Inhalt ihres Reisekoffers kam, verstummte die Befragte schließlich ganz. Auch den Hinweis der Polizisten auf deren Verdacht, dass sie eventuell ihr Konto durch eine Tätigkeit im Dienstleitungsgewerbe in Deutschland aufbessern wolle, quittierte die 29-Jährige mit Schweigen.

All das Schweigen half jedoch nicht. Die Bundespolizisten zeigten die Georgierin wegen des Versuchs der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthalts sowie wegen Urkundenfälschung an, bevor sie nach drei kostenlosen Übernachtungen im Erdinger Moos am Abend des 12. November ihren Heimflug nach Tiflis antreten wird.

Pressemitteilung Bundespolizei Flughafen München

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