Festnahme am Bahnhof in Bad Endorf

14 Tage „Reiseunterbrechung“: Unbeaufsichtigtes Gepäck wird Reisender zum Verhängnis

Bad Endorf - Eine tschechische Reisende ließ am Bad Endorfer Bahnhof ihr Gepäck unbeaufsichtigt. Als die Polizei sich einschaltet, musste sich die Frau mehr als nur einer polizeilichen Belehrung stellen.

Die Mitteilung der Bundespolizei im Wortlaut:

Am Montag, den 9. November haben Beamte der Rosenheimer Bundespolizei am Bahnhof in Bad Endorf mehrere Gepäckstücke gefunden, die zunächst niemandem zugeordnet werden konnten. Den Bundespolizisten ist es rasch gelungen, die Eigentümerin des Koffers und der zwei Taschen im Bahnhofsbereich ausfindig zu machen. Nur wenige Stunden später fand sich die tschechische Staatsangehörige im Gefängnis wieder.

Hätte die Frau ihr Reisegepäck nicht unbeaufsichtigt am Bahnsteig stehengelassen, wäre sie vermutlich gar nicht erst verhaftet worden. Doch bei der Gelegenheit einer polizeilichen Belehrung wegen ihrer zurückgelassenen Sachen überprüften die Beamten auch gleich die Personalien der 57-Jährigen. Wie sich mithilfe des Fahndungscomputers herausstellte, wurde sie von der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth gesucht. Laut Haftbefehl war sie im August vom Nürnberger Amtsgericht wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe von mehreren hundert Euro verurteilt worden.

Als sie an ihre Justizschulden erinnert wurde, verhielt sie sich den Beamten gegenüber mit einem Mal aggressiv und versuchte sogar, diese zu bespucken. Da die Tschechin die im Strafbefehl geforderten 420 Euro nicht zahlen konnte, blieb ihr nichts anders übrig, als die gerichtlich festgesetzte Ersatzfreiheitsstrafe anzutreten. Sie wurde in die Münchner Haftanstalt eingeliefert. Dort muss sie eine Reiseunterbrechung von 14 Tagen einlegen.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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