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„Sicherheit egal – Hauptsache viele!“

Bundespolizei stoppt überfülltes Fahrzeug mit acht Migranten auf der A8 bei Weyarn

Überfülltes Auto auf der A8 bei Weyarn
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Überfülltes Auto auf der A8 bei Weyarn

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (21. Oktober) hat die Bundespolizei an der A8 nahe Weyarn ein mit neun Personen besetztes Auto gestoppt.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Weyarn (A8) / Rosenheim – Die Grenzfahnder haben, nur wenige Augenblicke nachdem sie den Wagen angehalten hatten, den Fahrer festgenommen. Er wird beschuldigt, seine acht syrischen Begleiter – zwei von ihnen sind noch minderjährig – unter prekären Umständen nach Deutschland geschleust zu haben.

Bundespolizei kontrolliert Auto mit deutscher Zulassung

Die Beamten kontrollierten die Insassen des Autos mit deutschen Kennzeichen am Autobahnparkplatz Seehamer See Ost. Lediglich der syrische Fahrzeugführer konnte sich mit einem Reiseausweis für Flüchtlinge und einer deutschen Aufenthaltserlaubnis ordnungsgemäß ausweisen. Seine acht Mitfahrer hatten keine Papiere dabei. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich ebenfalls um Syrer. Unter den offenkundig Geschleusten befanden sich neben sechs Männern im Alter zwischen 19 und 30 Jahren auch noch ein 13- und ein 17-Jähriger. Da der Pkw lediglich für sieben Insassen ausgelegt ist, hatten die in den hinteren Fahrzeugbereich gezwängten Personen keine Möglichkeit mehr, sich anzugurten.

Start wohl in der Slowakei

Nach ersten Erkenntnissen der zuständigen Bundespolizei in Rosenheim lag der Ausgangspunkt dieser beengten und gefährlichen Autofahrt in der Slowakei. Die Tour sollte in München enden. Allein für diese letzte Etappe hätte jeder der acht Geschleusten 1.000 Euro zahlen müssen. Die gesamte organisierte Schleusung, die unter anderem über die Türkei, Serbien Ungarn und die Slowakei geführt haben soll, wäre noch wesentlich teurer gewesen, so die Migranten.

Schleuser in U-Haft

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die erwachsenen Syrer einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet. Die beiden Minderjährigen konnten der Obhut des Rosenheimer Jugendamtes anvertraut werden. Der mutmaßliche Schleuser, der mit einem festen Wohnsitz in Südbayern gemeldet ist, wurde auf richterliche Anordnung hin in München in Untersuchungshaft genommen. Er beteuerte vorerst, seine Landsleute zufällig kennengelernt und aus purem Mitleid mitgenommen zu haben. Unter Berücksichtigung der festgestellten Umstände der Autofahrt wird gegen den 42-Jährigen wegen Einschleusens von Ausländern unter besonders gefährlichen Bedingungen ermittelt.

Sollten sich die Ermittlungen bestätigen, stehe auch dieser Fall laut Rosenheimer Bundespolizei beispielhaft für das offenkundige Motto krimineller Schleuser: Sicherheit egal – Hauptsache viele!

Pressemeldung Bundespolizei Rosenheim

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