Rosenheimer (45) würgt Ehefrau

Frau wirft im Streit Königspython vom Balkon - wo die Schlange jetzt ist

Königspython Rosenheim
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Foto Stadt Rosenheim

Rosenheim - Zu einem handfesten Ehestreit kam es am Dienstag, den 9. September, in der Prinzregentenstraße in Rosenheim. Ein 45-Jähriger würgte seine Ehefrau, welche ihm anschließend eine Bierflasche auf den Kopf schlug und eine knapp zwei Meter lange Würgeschlange freiließ.

Update, Donnerstag (10. September): Schlange noch bei Halter

Wie Christian Schwalm, der Pressesprecher der Stadt Rosenheim, mitteilte, seien die beiden Schlangen im Moment noch bei dem 45-jährigen Mann in der Wohnung. Da das Halten von Königspythons nicht genehmigungspflichtig sei, werde das Ordnungsamt nicht eingebunden. Laut Schwalm kümmert sich das Umwelt- und Veterinäramt um den Fall. „Es wird die Haltungsbedingungen in der Wohnung prüfen.“

Erstmeldung, Mittwoch (9. September): Pressemeldung der Polizei

Am späten Dienstagnachmittag kam es in der Prinzregentenstraße zwischen einem Ehepaar zu einer handfesten Auseinandersetzung. Der 45-jährige Rosenheimer würgte dabei seine 51-jährige Ehefrau. Sie wiederum schlug ihm eine Bierflasche auf den Kopf.

Danach eskalierte der Streit vollends, als die 51-Jährige die beiden Schlangen des Ehemanns loswerden wollte. Eines der Tiere, eine fast zwei Meter lange Würgeschlange, nahm sie und warf sie vom Balkon. Die Schlange landete auf dem Vordach und versuchte umgehend vor seinen streitenden Besitzern zu flüchten. Dies gelang ihr zunächst und die Schlange war verschwunden. Die Feuerwehr Rosenheim konnte die Königspython nach längerer Suche im Fallrohr der Dachrinne ausfindig machen.

Da sich die beiden „Streithähne“ vor Ort nicht beruhigen ließen, wurden beide zur Dienststelle der Polizeiinspektion Rosenheim verbracht. Beim Verbringen in die Zelle beleidigte der 45-jährige Rosenheimer die eingesetzten Beamten unter anderem mit den Worten „Scheiß Arschlöcher“. Da die 51-Jährige versuchte sich das Leben zu nehmen, wurde sie in eine Fachklinik eingeliefert. 

Nachdem die Königspython gerettet werden konnte, wurde ein Reptilien-Experte zur Überprüfung des Gesundheitszustandes der Tiere hinzugezogen. Die Schlange blieb unverletzt. Ob die beiden Schlangen weiter bei dem Ehepaar bleiben dürfen, werden weitere Ermittlungen zeigen. Gegen die beiden wurden mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim

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