Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bundespolizei schnappt Schleuser auf A8

+

Bad Feilnbach – "Ich habe ein weiches Herz". Mit diesen Worten versuchte ein mutmaßlicher Schleuser seine kriminellen Dienste zu rechtfertigen - ohne Erfolg!

Auf der A8 hatten Fahnder der Bundespolizei am Samstag, 2. November, den 34-Jährigen bei dem Versuch acht Flüchtlinge unerlaubt ins Land zu bringen gestoppt. Der gebürtige Ägypter wird sich wegen Einschleusens von Ausländern strafrechtlich verantworten müssen.

Rosenheimer Bundespolizisten kontrollierten die Insassen eines deutschen Mietwagens auf der A8, Höhe Bad Feilnbach. Lediglich der ägyptische Fahrer konnte sich ausweisen und legte einen deutschen Aufenthaltstitel vor. Seine Mitfahrer, zwei Palästinenser, fünf Syrer und ein ägyptischer Jugendlicher, hatten für eine Einreise unzureichende Flüchtlingspässe oder gar keine Dokumente bei sich. Zum Vorwurf der Schleusung vernommen, gab der 34-Jährige an, die achtköpfige Gruppe nur zufällig getroffen zu haben. An der Grenze zu Deutschland habe er sie aus reiner Hilfsbereitschaft aufgelesen, weil sie von ihrem eigentlichen Schleuser dort ausgesetzt worden seien.

Die 15- bis 32-jährigen Mitfahrer schilderten allerdings einen ganz anderen Ablauf. Nachdem sie auf unterschiedlichen Routen für jeweils bis zu 1.400 Dollar nach Italien geschleust worden seien, habe der Ägypter sie in Mailand – wie besprochen – abgeholt. 500 Euro pro Person habe er erhalten, um sie nach Deutschland zu bringen. Im Vorfeld habe er verlangt, dass sie bei einer eventuellen Polizeikontrolle falsch aussagen sollten. Die Flüchtlinge widerlegten damit die Aussagen des mutmaßlichen Schleusers, dessen Geschichte aufgrund einiger Widersprüche ohnehin nicht glaubhaft erschien. Da der 34-Jährige seit mehreren Jahren einen festen Wohnsitz in Hamburg hat, durfte er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen zunächst die Heimreise antreten. Gegen ihn läuft ein Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern. Die Flüchtlinge wurden an die Aufnahmeeinrichtung in München weitergeleitet.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim