Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Telefonbetrüger machen in Feldkirchen Beute

Falscher Polizist erleichtert Rentnerin (80) um Goldbarren im Wert von mehreren hunderttausend Euro

Am Dienstag (22. November), gegen 15.10 Uhr, rief ein bislang unbekannter Täter eine über 80-jährige Frau mit Wohnsitz in Feldkirchen zu Haus an und gab sich als Polizeibeamter aus. 

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Feldkirchen – Unter der Legende, dass ihre Nichte bei einem Unfall eine Person tödlich verletzt hätte und nun eine Kaution von mehreren zehntausend Euro zu zahlen wäre, bewegte er die Rentnerin dazu, ihr Bankschließfach zu leeren. Sie übergab letztlich mehrere Kilos in Goldbarren und mehrere Goldmünzen an ihrer Haustür einem weiteren bislang unbekannten Täter. 

Der Abholer konnte noch von einem Bekannten der Seniorin gesehen werden, der zufälligerweise kurz nach der Abholung zu der Frau zu Besuch kam. Er sprach kurz mit ihr über seine Wahrnehmung und informierte sofort die Polizei über den Notruf 110, da er den Verdacht hatte, dass eine Straftat geschehen wäre.  

Umgehend eingeleitete Fahndungsmaßnahmen verliefen ohne den gewünschten Erfolg.  Der Wert der gestohlenen Gegenstände beläuft sich auf mehrere hunderttausend Euro

Die weiteren Ermittlungen hat das Fachkriminaldezernat 3, AG Phänomene, übernommen. 

Der Abholer wird wie folgt beschrieben: 

Männlich, circa 30 bis 40 Jahre alt, circa 1,80 m groß, circa 80 Kilogramm schwer, westeuropäisch, bekleidet mit einer hellblauen Windjacke; die Beute steckte er in eine blaue Stofftasche mit der Aufschrift „Gemeinde Feldkirchen“ mit dazugehörigem Gemeindewappen. 

Zeugenaufruf:

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Kreuzstraße, Regina-Ullmann-Straße, Sonnenstraße (Feldkirchen) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? 

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 3, AG Phänomene, Telefon 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis Ihrer Münchner Polizei: 

Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte und auch andere angebliche Amtspersonen (zum Beispiel Richter, Staatsanwalt, et cetera) verwenden häufig den Trick, dass ein Familienmitglied beziehungsweise ein Angehöriger einen schweren Unfall verursacht hat und nun zur Abwendung einer Haft oder sonstigen Festhaltung eine entsprechende Kaution fällig sei.  

Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen echten Anruf handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf  110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde.  

Dieser Hinweis gilt außerdem für Betrugsmaschen ähnlicher Art. Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde oder beim Polizeinotruf 110, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat.  

Wichtige Tipps gegen den Betrug durch Falsche Polizeibeamte:

Halten Sie in allen Fällen telefonische Rücksprache zu Ihrer Familie/Angehörigen

Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis

Die Polizei oder vergleichbare Amtspersonen werden Sie niemals um die Aushändigung von Geld oder sonstige Wertsachen bitten

Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen 

Übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie auch niemals Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür

Pressebericht Polizeipräsidium München

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Kommentare