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Festnahme fast verschlafen

Rosenheim - Der Schlafende staunte sicher nicht schlecht, als plötzlich die Polizeibeamten des Nachts an seine Pkw-Scheibe klopften. Die Beamten staunten dann aber bestimmt noch mehr, denn der 37-Jährige war eine wahre Fundgrube an Delikten!

Am 29. Juni, gegen 00.15 Uhr, teilte eine aufmerksame Tankstellenmitarbeitern an der Äußeren Münchner Straße ein verdächtiges Fahrzeug mit, an dessen Steuer ein Mann bei offener Fahrertüre offenbar eingeschlafen war.

Als die Streife eintraf, schlief der Mann immer noch seelenruhig hinterm Lenkrad. Nachdem er schließlich im grellen Taschenlampenlicht erwachte, gab er gegenüber den Polizeibeamten einen etwas konfusen Sachverhalt bezüglich seines Schlafplatzes an. Da sich der Mann nicht ausweisen konnte, wurde er nach Identitätspapieren durchsucht. Dabei konnten unter anderem Betäubungsmittel sowie ein verbotenes Einhandmesser aufgefunden werden, im Fußraum lag ein Kennzeichen-Paar, zusätzlich zu den am Fahrzeug bereits angebrachten Kennzeichenschildern. Anhand der Fingerabdrücke konnte dann auf der Dienststelle seine wahre Identität ermittelt werden, wobei festgestellt wurde, dass der Mann aktuell per Haftbefehl gesucht wurde.

Die weiteren Ermittlungen ergaben letztlich, dass der 37-jährige Bruckmühler den von ihm benutzten Renault Twingo ohne Erlaubnis der Halterin benutzte und auch gar keine Fahrerlaubnis besitzt.

Die am Fahrzeug angebrachten Kennzeichen hatte er zuvor in Rosenheim von einem typgleichen Pkw entwendet, warum genau, steht noch nicht fest.

Der 37-jährige wurde anschließend in die JVA Bernau verbracht, ihn erwarten nun mehrere Anzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Verstoßes gegen das Waffengesetz und das Betäubungsmittelgesetz , Kennzeichendiebstahls, Urkundenfälschung sowie den Unbefugten Gebrauch des Fahrzeugs.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © dpa

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