Illegale Einwanderer in Raubling gefasst

22 Migranten verstecken sich auf einem Güterzug

Raubling - Mehrere afrikanische Männer versuchen am Wochenende illegal einzureisen. Einige mussten das Land bereits wieder verlassen. Andere müssen noch bleiben.

Am vergangenen Wochenende hat die Bundespolizei in Raubling erneut stichprobenartig Güterzüge kontrolliert. Dabei haben die Beamten 22 Personen auf nur einem Zug festgestellt. Damit hat die Bundespolizeiinspektion Rosenheim alleine im Juli rund achtzig unerlaubt Eingereiste registriert, die unter Lebensgefahr mit Güterzügen nach Deutschland gekommen sind.

In der Nacht zu Samstag stoppten Bundespolizisten am Bahnhof Raubling außerplanmäßig einen Güterzug, der vom italienischen Verona ins dänische Padborg unterwegs war. Kurz zuvor hatte die Besatzung eines Bundespolizeihubschraubers mittels Wärmebildkamera mehrere Personen auf diesem Zug entdeckt.

Insgesamt 22 Afrikaner hielten sich auf mehreren Waggons zwischen den Rädern der transportierten Lkw versteckt, um unerlaubt in das Bundesgebiet einzureisen. Sie stammen hauptsächlich aus Somalia, Guinea und Marokko.

Ausweisen konnte sich keiner der Männer beziehungsweise Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 29 Jahren. Sie wurden in die Dienststelle der Rosenheimer Bundespolizei gebracht.

Mangels Interesse an Schutz oder Asyl mussten sieben Personen das Land bereits wieder verlassen. Die 14 unbegleiteten Minderjährigen wurden der Obhut des Jugendamtes anvertraut.

Aufgrund des deutlichen Anstiegs der Migration mit Güterzügen muss weiterhin mit anlassbezogenen Kontrollen der Bundespolizei gerechnet werden. Dabei kann auch die Unterstützung eines Polizeihubschraubers nötig sein. 

Die Schwerpunktkontrollen werden eng mit den Behörden an den Abfahrtsorten und den jeweiligen Verkehrsunternehmen abgestimmt.

Pressemitteilung des Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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