Am Donnerstag auf der Inntalautobahn bei Kiefersfelden

Mann (30) muss für 14 Monate in „polizeilich angeordneten Lockdown“ - Beamte sorgen für Haftantritt

Rosenheim/A94 - Seinen ganz persönlichen „Lockdown“ musste ein Mann aus dem Landkreis Ludwigsburg (Baden-Württemberg) am Donnerstag (29. Oktober) hinnehmen. Die Rosenheimer Bundespolizei hat den Deutschen bei Grenzkontrollen auf der Inntalautobahn festgenommen. Gegen ihn lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Stuttgart vor. Er muss voraussichtlich 425 Tage lang ins Gefängnis. Für ihn ist 2021 ist somit schon verplant.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

In den frühen Morgenstunden kontrollierten Bundespolizisten auf der A93 bei Kiefersfelden die Insassen eines in Italien zugelassenen Reisebusses. Bei der Überprüfung der Personalien eines deutschen Staatsangehörigen fanden die Beamten heraus, dass dieser im Herbst 2019 vom Amtsgericht Böblingen wegen Diebstahls verurteilt worden war. Seine Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten hatte der Baden-Württemberger jedoch bisher nicht angetreten. Stattdessen hatte er sich offenbar ins Ausland abgesetzt.

Für seinen Haftantritt sorgte nun die Bundespolizei. Die Beamten brachten den 30-Jährigen in die Justizvollzugsanstalt nach Traunstein. Zudem wird er sich voraussichtlich schon bald erneut vor Gericht verantworten müssen. Wegen eines laufenden Betrugsverfahrens suchte inzwischen auch das Amtsgericht Marbach am Neckar (Baden-Württemberg) nach dem Mann.

Pressemeldung Bundespolizei Rosenheim

Rubriklistenbild: © Klaus Kindermann

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