Gleich von zwei Staatsanwaltschaften gesucht

Bundespolizei bringt Kroaten für 250 Tage hinter Gitter

Kiefersfelden – Die Rosenheimer Bundespolizei hat am Mittwoch (11. März) einen Kroaten ins Gefängnis gebracht, da er seine Justizschulden in Höhe von etwa 7.700 Euro nicht begleichen konnte. Stattdessen steht ihm ein 250-tägiger Aufenthalt in der Justizvollzugsanstalt Bernau bevor. Der Mann wurde gleich von zwei Staatsanwaltschaften gesucht.

Die Meldung im Wortlaut: 

Nahe Kiefersfelden war der kroatische Staatsangehörige auf der A93 als Beifahrer eines in Polen zugelassenen Autos einer Grenzkontrolle unterzogen worden. Bei der Überprüfung seiner Papiere fanden die Bundespolizisten heraus, dass gegen den 36-Jährigen jeweils ein Haftbefehl der Würzburger sowie der Marburger Staatsanwaltschaft vorlag. 

Demnach hatte ihn das Amtsgericht Kitzingen 2018 wegen eines Drogendelikts zu einer Geldstrafe von rund 5.900 Euro einschließlich Verfahrenskosten verurteilt. Im selben Jahr hatte zudem das Amtsgericht Marburg entschieden, dass er wegen Körperverletzung und Bedrohung eine Strafe in Höhe von 1800 Euro zu begleichen hat. Keiner der beiden Justizforderungen war er in der Vergangenheit nachgekommen. Stattdessen hatte er sich offenkundig ins Ausland abgesetzt.

Da der gesuchte Kroate unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Deutschland der Bundespolizei in der Autobahnkontrollstelle kein Geld zur Abwendung der ersatzweise festgelegten Freiheitsstrafen aufbringen konnte, wurde er von den Beamten verhaftet und ins Bernauer Gefängnis gebracht. Dort wird er den beiden Urteilen entsprechend voraussichtlich für 160 sowie für weitere 90 Tage bleiben müssen.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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