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Einsatz bei Kiefersfelden

Bundespolizei nimmt mutmaßliche Schleuser in Kontrollstelle fest

Kiefersfelden / A93 / Rosenheim – Die Bundespolizei hat am Donnerstag (3. November) bei Grenzkontrollen drei mutmaßliche Schleuser auf der Inntalautobahn bei Kiefersfelden gefasst. Die Männer werden beschuldigt, unabhängig voneinander mit ihren Fahrzeugen mehrere Migranten aus Afghanistan, Indien und der Türkei eingeschleust zu haben.

Die Meldung im Wortlaut

Fahrer setzt Migranten an Rastanlage ab

Der Fahrer eines in Österreich zugelassenen Wagens forderte seine drei Begleiter im Bereich der Rastanlage Inntal Ost offenkundig auf, noch vor der Grenzkontrollstelle auszusteigen. Die Absetzung blieb jedoch nicht unbemerkt und so konnten die Bundespolizisten den Fahrzeugführer wenig später noch auf dem Autobahn-Parkplatz stoppen und festnehmen. Der gebürtige Afghane verfügt über einen österreichischen Fremdenpass und eine Aufenthaltsgenehmigung für Österreich. Einem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprechend wurde der in Wien gemeldete 31-Jährige auf richterliche Anordnung hin in Untersuchungshaft genommen. Bei den abgesetzten Migranten handelt es sich eigenen Auskünften zufolge um indische Staatsangehörige. Sie gaben an, dass sie für ihre organisierte Schleusung mehrere tausend Euro zahlen mussten. Einer von ihnen konnte einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge zugeleitet werden. Die anderen beiden wurden zurückgewiesen und der österreichischen Polizei überstellt.

Echte und erfundene Verwandtschaftsverhältnisse

Bei der grenzpolizeilichen Kontrolle eines türkischen Quartetts an der A93 konnte sich der Fahrer eines Autos mit deutschen Kennzeichen mit seinem Reisepass und einer Aufenthaltsgenehmigung für die Bundesrepublik ausweisen. Der 32-jährige Türke tischte den Beamten zunächst eine frei erfundene Geschichte auf: Die drei Begleiter seien angeblich seine Verwandten und deren Papiere wären in Österreich in einem Hotel liegen geblieben. Als die Bundespolizisten diese Angaben hinterfragten, musste der Mann eingestehen, dass er weder mit den Migranten verwandt sei, noch dass er sie überhaupt näher kenne. Bei der Durchsuchung des Autos fanden die Beamten unter einer Fußmatte türkische Dokumente der Mitfahrer. Diese wurden wegen ihres illegalen Einreiseversuchs angezeigt und anschließend nach Österreich zurückgewiesen. Der Fahrzeugführer wurde festgenommen und beim Rosenheimer Amtsgericht vorgeführt. Gegen den Mann, der in Berlin über einen festen Wohnsitz verfügt, ist ein Haftbefehl erlassen worden, der allerdings gegen Meldeauflagen außer Kraft gesetzt worden ist. Der Beschuldigte wird sich wohl schon bald auf ein Strafverfahren wegen Schleuserei einstellen müssen.

Am Steuer eines anderen in Deutschland zugelassenen Autos saß ein deutscher Staatsangehöriger, der den Bundespolizisten bei der Grenzkontrolle auf Höhe Kiefersfelden seinen Reisepass aushändigte. Die anderen vier Pkw-Insassen konnten keine Papiere vorzeigen. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich um Afghanen. Ohne Umschweife erklärte der ebenfalls in Afghanistan geborene deutsche Fahrer, dass er seine Verwandten in Mailand abgeholt hätte. Das angegebene Verwandtschaftsverhältnis konnte im Zuge der ersten Ermittlungen bestätigt werden. Der in München gemeldete 52-Jährige wurde wegen Einschleusens von Ausländern angezeigt. Anschließend durfte er die Heimreise antreten. Seine verwandten Mitfahrer wurden an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet.

Pressebericht der Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizei Rosenheim

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