Bei Grenzkontrollen festgenommen

Bundespolizei erwischt zwei Schleuser auf A93 nahe Kiefersfelden

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Kiefersfelden – Die Bundespolizei hat am Montag (29. April) einen Ägypter ins Gefängnis eingeliefert. Der 30-Jährige wird beschuldigt, zwei Syrer eingeschleust zu haben. Auch gegen einen Deutschen ermitteln die Bundespolizisten wegen Einschleusens.

Im Pressemeldung im Wortlaut:

Bei der Überprüfung der Insassen des in Italien zugelassenen Wagens auf der A93 konnte sich der ägyptische Fahrer mit italienischen Papieren ausweisen. Seine syrischen Begleiter, 23 und 24 Jahre alt, verfügten hingegen über keine Papiere. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Migranten an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet. 

Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei wollte der Fahrzeugführer seine beiden Mitfahrer schon kurz nach der Grenze absetzen. Das Rosenheimer Amtsgericht entsprach dem Antrag der Staatsanwaltschaft und ordnete die Untersuchungshaft des Mannes an. Die Beamten lieferten ihn in die Justizvollzugsanstalt in Traunstein ein.

Der unmittelbare Gang ins Gefängnis blieb dem deutschen Autofahrer, der ebenfalls auf der Autobahn nahe Kiefersfelden vorläufig festgenommen wurde, erspart. Er hat in Oberbayern sowohl einen Wohnort als auch eine Arbeitsstelle. Gleichwohl wird er sich voraussichtlich wegen Einschleusens von Ausländern zu verantworten haben. 

Die von ihm beförderten drei Frauen omanischer und philippinischer Herkunft konnten bei der Grenzkontrolle keine Dokumente, die für die Einreise erforderlich gewesen wären, vorweisen. Da die Frauen im Alter von 27, 46 und 68 Jahren in der Vergangenheit bereits in Deutschland registriert worden waren, wird voraussichtlich die jeweils zuständige Ausländerbehörde über ihren weiteren Verbleib in Deutschland entscheiden.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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