Schrecksekunde auf A93 bei Kiefersfelden

Lkw-Fahrer zielt bei Grenzkontrolle mit Pistole auf Bundespolizisten

Pistole Mündung (Symbolbild)
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Pistole (Symbolbild).

Bei Grenzkontrollen auf der Inntalautobahn hat die Bundespolizei am Sonntag, 17. Januar, einen Italiener wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz vorübergehend festgenommen. Er hatte eine Pistole auf einen Kontrollbeamten gerichtet.

Die Pressemitteilung der Polizei im Wortlaut:

In den frühen Abendstunden überprüften Bundespolizisten den Führer eines in Bulgarien zugelassenen Lastwagens. Der 28-Jährige konnte sich mit seinen italienischen Dokumenten ordnungsgemäß ausweisen. Bei der ersten Überprüfung seines Fahrzeugs entdeckten die Beamten die Bedienungsanleitung einer Pistole sowie ein Pistolenreinigungsgerät. Auf Nachfrage gab der Italiener zunächst an, keine Waffe mitzuführen. Doch dann zog er unvermittelt eine Pistole hinter seinem Sitz hervor. Dabei richtete er die Mündung sogar auf einen der Bundespolizisten.

Nach der ersten Schrecksekunde stellte sich heraus, dass es sich bei der täuschend echt aussehenden Pistole um eine ungeladene Schreckschusswaffe handelt. Das in Deutschland vorgeschriebene Prüfsiegel war allerdings nicht vorhanden. Die Pistole und auch die dazugehörige Munition, die ebenfalls griffbereit im Fahrerhaus lag, wurden sichergestellt. Eine Berechtigung zum Führen der Waffe konnte der italienische Staatsangehörige nicht vorweisen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte er seine Reise fortsetzen. Wegen seiner Verstöße gegen das Waffengesetz muss er voraussichtlich schon bald mit einem Strafverfahren rechnen.

Pressemitteilung Bundespolizei Rosenheim

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