Bei Grenzkontrollen in Kiefersfelden

Nicht genug Geld für saftiges Bußgeld dabei - Autofahrer (43) muss Strafe nun absitzen

Bei der Grenzkontrolle in Kiefersfelden kontrollierten Beamte einen 43-jährigen Kroaten. Ein Strafbefehl des Amtsgericht Nürnberg fordert ih zu einer Strafe von über 10.000 Euro auf. Dafür hatte der Mann aber nicht genügend Geld, nun muss er ins Gefängnis.

Die Pressemeldung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim im Wortlaut:

Traunstein/Kiefersfelden– Seine Geldreserven sind offenbar erschöpft. Ein Kroate musste am Donnerstag (11. März) in Traunstein ins Gefängnis, weil er die im Strafbefehl des Nürnberger Amtsgerichts geforderten 10.500 Euro nicht zahlen konnte. Gefasst wurde der gesuchte 43-Jährige bei Grenzkontrollen der Bundespolizei auf der A 93 nahe Kiefersfelden.

Bei der Personalienüberprüfung des Fahrers eines in Österreich zugelassenen Wagens fanden die Bundespolizisten heraus, dass dieser von der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth gesucht wurde. Laut Haftbefehl hatte der kroatische Staatsangehörige auf gerichtliche Anordnung hin seit Mitte 2019 eine Geldstrafe in Höhe von 10.500 Euro wegen Betrugs zu zahlen. Außerdem waren noch Verfahrenskosten von rund 1.000 Euro offen.

Dem Verhafteten fehlten schlicht die finanziellen Möglichkeiten, um die Justizforderungen begleichen zu können. Somit blieb ihm nichts Anderes übrig, als die ersatzweise festgelegte Freiheitsstrafe zu verbüßen. Demzufolge kann er nach 210-tägigem Gefängnisaufenthalt die Schlüssel seines bei der Rosenheimer Bundespolizei abgestellten Autos wieder entgegennehmen. Der in Oberösterreich gemeldete Kroate wurde in die Justizvollzugsanstalt Traunstein eingeliefert.

Pressemeldung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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