Bei einer Grenzkontrolle in Kiefersfelden gefasst

Er verlangte mehrere hundert Euro - Schleuser hinter Gittern

Kiefersfelden - Die Bundespolizei konnte am Mittwoch bei einer Grenzkontrolle in Kiefersfelden einem Schleuser das Handwerk legen. Den 30-Jährigen erwartet nun sogar eine Gefängnisstrafe:

Die Pressemeldung der Polizei im Wortlaut:

Die Bundespolizei Rosenheim hat am Mittwoch, den 10. April, einen Albaner hinter Gitter gebracht. Er war bei Grenzkontrollen auf der Inntalautobahn gestoppt worden. Der 30-Jährige hatte versucht, einen Türken illegal nach Deutschland zu bringen. Für die organisierte Fahrt hatte der Schleuser mehrere hundert Euro verlangt.

An der Grenzkontrollstelle bei Kiefersfelden überprüften Bundespolizisten die Insassen eines in Italien zugelassenen Wagens. Der albanische Fahrzeugführer konnte sich ordnungsgemäß ausweisen. Sein 22-jähriger Begleiter war ohne die für die Einreise erforderlichen Dokumente unterwegs. Nach ersten Erkenntnissen soll die Familie des jungen Mannes mehrere hundert Euro für die illegale Tour von Italien nach Deutschland gezahlt haben. Der Türke wurde wegen versuchter unerlaubter Einreise angezeigt und den österreichischen Behörden überstellt.

Sein Fahrer ist nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen am Rosenheimer Amtsgericht vorgeführt worden. Aufgrund der klaren Sachlage verhängte das Gericht in einem beschleunigten Verfahren eine Geldstrafe in Höhe von 800 Euro wegen Einschleusens von Ausländern. Mangels ausreichender finanzieller Mittel musste der Albaner ersatzweise eine 160-tägige Freiheitsstrafe antreten.

Bundespolizisten brachten den Schleuser nach Augsburg in die Justizvollzugsanstalt.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa (Symbolbild)

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