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Von Maribor über Rosenheim nach Berlin

Bundespolizei fasst mutmaßlichen Schlepper

Kiefersfelden/Rosenheim – Die Bundespolizei hat am Mittwoch auf der A93 bei Kiefersfelden einen Kroaten verhaftet. Der Mann wird beschuldigt, mit seinem Auto drei Türken eingeschleust zu haben. Bei seiner Festnahme stritt der Fahrzeugführer die Tat zunächst ab.

Der mutmaßliche Schleuser tischte den Beamten in der Kontrollstelle erst einmal eine Geschichte auf: Angeblich habe er seine drei Mitfahrer ganz zufällig in Venedig kennengelernt und aus reiner Gefälligkeit in Richtung des gemeinsamen Reiseziels Berlin mitgenommen.

In der Dienststelle der Rosenheimer Bundespolizei verstrickte sich der 38-Jährige jedoch in Widersprüche. So blieb ihm nichts anderes übrig, als einzuräumen, dass es sich um eine geplante Tour handelte, bei der von Anfang an feststand, dass er die drei türkischen Staatsangehörigen, mitnehmen würde. 

Maribor - nicht Venedig

Wie sich herausstellte, traf der Fahrer das Trio auch nicht wie ursprünglich angegeben in der italienischen Lagunenstadt, sondern wie mit einem der drei Begleiter vereinbart im slowenischen Maribor. Der Kroate und sein türkischer, 44-jähriger Ansprechpartner wurden angezeigt. 

Sie werden sich schon bald auf jeweiligen Antrag der Rosenheimer Staatsanwaltschaft hin vor Gericht verantworten müssen. Die anderen zwei Geschleusten, 36 und 59 Jahre alt, hatten ein Schutzersuchen gestellt und wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © picture alliance / Sven Hoppe/dp

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