Schwarzfahrer, Ladendieb und illegale Einreise

Viel Arbeit für die Bundespolizei am Hauptbahnhof München

Am Dienstag, den 9. März war die Bundespolizei München schwer beschäftigt. Sie hatte es mit sogenannten „Güterzugmigranten“ und weiteren Straftaten, etwa Köperverletzung zu tun.

Die Mitteilung im Wortlaut:

München – Am Dienstag, 9. März, stellte die Bundespolizei erneut sogenannte Güterzugmigranten fest. Eine 19-Jährige griff einen Sicherheitsmitarbeiter der Bahn in der Nacht von Montag auf Dienstag am Ostbahnhof an. Eine weitere Körperverletzung beging ein 26-Jähriger in einem Lebensmittelgeschäft am Hauptbahnhof und zu einem Maskenstreit kam es am Haltepunkt Taufkirchen.

Sechs Personen aus Zug gesprungen

Gegen 10 Uhr informierte die Notfallleitstelle der DB AG die Bundespolizei darüber, dass am Rangierbahnhof München-Nord sechs Personen aus einem ankommenden Güterzug aus Italien gesprungen sind. Ein Rangierer stellte die Personen und blieb bis zum Eintreffen der Bundespolizisten bei Ihnen.

Die eingesetzten Beamten stellten fest, dass es sich um einen sierra-leonischen und fünf syrische Staatsangehörige handelt. Es befanden sich darunter zwei Kinder im Alter von 10 und 12 Jahren. Eine Absuche des Güterzuges durch die Beamten ergab, dass sich keine weiteren Personen dort aufhielten.

Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurden die Personen an die zuständigen Stellen weitergeleitet, die bayrische Landespolizei informiert.

Schwarzfahrerin tritt Bahn-Angestellten

Kurz vor 24 Uhr in der Nacht von Montag auf Dienstag, 8. März, informierte die Leitstelle der Deutsche Bahn Sicherheit die Bundespolizei über eine körperliche Auseinandersetzung am S-Bahnsteig am Münchner Ostbahnhof.

Eine 19-jährige Deutsche konnte bei einer Fahrscheinkontrolle in der S-Bahnlinie S6 kein Ticket vorweisen und gab falsche Personalien an. Beim Ausstieg am Ostbahnhof trat die Frau einem 33-jährigen Sicherheitsmitarbeiter auf den Fuß und versuchte gegen seinen Unterleib zu treten.

Aufgrund der anhaltenden Aggressivität wurde die Münchnerin durch die Mitarbeiter der Deutsche Bahn Sicherheit gefesselt. Die alarmierten Bundespolizisten brachten alle Beteiligte zur Sachverhaltsaufklärung zur Wache. Die Ermittlungen wegen Körperverletzung dauern an. Hierzu wird auch das Videomaterial in der S-Bahn und vom Bahnsteig ausgewertet. 

Dieb schlägt Ladendetektiv ins Gesicht

Eine Mitarbeiterin eines Lebensmittelgeschäftes am Münchner Hauptbahnhof informierte die Bundespolizei gegen 18 Uhr über einen Ladendieb. Vor Ort stellten die Beamten einen 26-jährigen Italiener fest, der von einem Ladendetektiv dabei beobachtet wurde, wie er eine Bierflasche aus einem Kühlregal nahm, diese zur Hälfte leerte und im Anschluss zurückstellte.

Als der Ladendetektiv ihn ansprach und aufforderte das Geschäft zu verlassen, wurde der Mann aggressiv und schlug dem 28-Jährigen mit der Faust ins Gesicht. Anschließend bedrohte der wohnsitzlose Italiener den Ladendetektiv mit Worten sowie entsprechenden Gesten.

Auch beim Eintreffen der Bundespolizisten verhielt sich der Mann so aggressiv, dass diese ihn gefesselt zur Dienststelle brachten. Nach Abschluss aller Maßnahmen konnte der 26-Jährige die Dienststelle verlassen. Die Bundespolizei ermittelt wegen Diebstahl, Körperverletzung und Bedrohung.

Pressemitteilung Bundespolizei München

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