Fluggast kennt sein Limit nicht

Münchner Flughafen: Trunkenbold greift Bundespolizisten an und droht ihnen mit dem Tod

Bis zum Erbrechen: Ein kurioser Zwischenfall sorgte am gestrigen Abend für einen Einsatz der Münchener Polizei. Nach heftigen Randalen und einer Todesdrohung gab sich der 49-Jährige geschlagen.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Flughafen München – War es aus Freude auf den Heimflug oder einfach ein paar Beruhigungsbierchen zu viel? Das weiß wohl nur der 49-Jährige selbst. Sicher ist allerdings, dass der Berliner am Abend des 22. März stark alkoholisiert auf dem Weg zu seinem Flug in die Bundeshauptstadt an der zentralen Fluggastkontrollstelle im Terminal 2 Probleme machte.

Als Bundespolizisten sich schließlich auf Bitten der Kontrollkräfte der Sicherheitsgesellschaft München (SGM) seiner annahmen, griff der Trunkenbold einen Beamten unvermittelt an und bedrohte die Bundespolizisten mit dem Tode. Zu guter Letzt ließ der Aggressor sich buchstäblich alles, vor allem seinen Mageninhalt, noch einmal durch den Kopf gehen. Die Bundesbeamten informierten einen Notarzt und übergaben ihrerseits den nun Hilfsbedürftigen mit diversen Strafanzeigen im Gepäck zuständigkeitshalber an die Kollegen der Bayerischen Landespolizei.

Flughafen München, Terminal 2, noch schnell ein paar Bierchen oder auch Schnäpschen und dann ab zur Sicherheitskontrolle. Bis hierhin lief für einen Berliner gestern noch alles nach Plan. Doch nach dem Sicherheitscheck wirkte wohl der Alkohol. Der 49-Jährige setzte sich mitten in die Kontrollstelle und störte den Betrieb der selbigen. Also baten die Mitarbeiter der SGM einen Bundespolizisten, der für den Schutz der Kontrollstelle vor Ort war, sich um den Herrn zu kümmern. Gesagt, getan. Der Bundesbeamte versuchte, den Bewegungsunwilligen zum Gehen zu überreden.

Dies gelang zwar nur schleppend, aber es gelang mit Unterstützung mehrerer Kollegen und unter anhaltender Drohungen durch den merklich Alkoholisierten. Er ließ die Beamten wissen, dass er Sportschütze sei und sie erschießen und töten werde. Zudem sparte er nicht mit unflätigen Ausdrücken in deutscher und englischer Sprache. Als die Bundespolizisten dann die Identität des verhinderten Fluggastes feststellen wollten, versuchte dieser unvermittelt, einem Polizisten einen Faustschlag ins Gesicht zu verpassen. Ein anderer Beamter konnte das allerdings verhindern. Festnahme und Handschellen folgten auf dem Fuß.

Als der Aggressor sich offenbar mit seiner bewegungseingeschränkten Situation abgefunden hatte und die Beamten sich etwas sortierten, ließ sich der Trunkenbold plötzlich einiges durch den Kopf gehen und verzierte den Fußboden mit seinem Mageninhalt. Daraufhin entschieden die Bundespolizisten sich, medizinische Unterstützung anzufordern, bevor sie den Festgenommenen zuständigkeitshalber an die Kollegen der Polizeiinspektion Flughafen München übergaben.

Ob der 49-Jährige nach seiner Ausnüchterung wieder einen Versuch startet, auf dem Luftweg in seine Wohn- und Geburtsstadt zu reisen, oder ob er nun die Dienste eines großen deutschen Eisenbahnunternehmens in Anspruch nimmt, bleibt ihm selbst überlassen. Wie und wann er sich jedoch strafrechtlich für sein Verhalten am Münchner Flughafen und den Bundespolizisten gegenüber verantworten muss, kann er sich nicht aussuchen. Die Bundesbeamten jedenfalls haben sein Verhalten mit Strafanzeigen wegen tätlichen Angriffs auf und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung und Beleidigung quittiert.

Pressemittleiung Bundespolizei Flughafen München

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