Noch-Ehefrau mit Messer bedroht

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Rosenheim - Allerhand zu tun hatte die Rosenheimer Polizei in der vergangenen Nacht. Vom Ehestreit bis zum Pizza-Dieb - Kurioses und Alltägliches aus dem Polizeileben!

Familienstreit eskaliert

Gegen 19 Uhr kam es zu einem Familienstreit im nördlichen Teil des Stadtgebiets. Hier wollte sich eine 47-jährige Frau von ihrem 53-jährigen Mann in aller Ruhe und friedlich trennen. Da der Mann aber rund drei Promille Alkohol im Blut hatte, war ein Gespräch auf dieser Basis wohl nicht möglich. Es kam zum unausweichlichem Streit und der Mann bedrohte seine Frau mit einem Küchenmesser. Die eintreffenden Polizeibeamten konnten den Mann kurz darauf schnell beruhigen und festnehmen. Und genauso schnell fand er auch den Weg in die Ausnüchterungszelle der Rosenheimer Inspektion. Verletzungen trug niemand davon, aber eine Anzeige blüht dem Mann dennoch wegen Bedrohung.

Pizza-Dieb

Wenig spektakulärer war die Mitteilung gegen 20 Uhr, dass jemand in einer Pizzeria eine Pizza gestohlen hätte. Nach telefonischer Bestellung sollte die Pizza in der Gaststätte abgeholt werden, jedoch kam ihm ein anderer Gast zuvor und schnappte ihm die Pizza vor der Nase weg. Dieses Versehen konnte wenig später auch aufgeklärt werden und jeder bekam nun seine eigene, ihm zustehende Pizza. Ob sie auch geschmeckt hat, kann von hier nicht gesagt werden, jedenfalls lagen keine Beschwerden mehr vor.

Zu tief ins Glas geschaut

Vier Verkehrsteilnehmer müssen um ihren Führerschein bangen. Die Autofahrer wurden im Stadtgebiet einer Kontrolle unterzogen. Ein Autofahrer aus München musste seinen Führerschein sofort abgeben, der Atemalkoholwert zeigte weit über einem Promille beim IT-Fachmann an. Die drei anderen Lenker befanden sich in Alkoholbereichen von 0,55 Promille bis rund einem Promille. Neben der empfindlichen Geldbuße erwartet die Lenker ein einmonatiges Fahrverbot.

Einkaufswagen als Fortbewegungsmittel

Was drei Jugendliche in der Stauffenstraße geritten hatte, wissen sie wohl selbst nicht mehr. Die drei fuhren mit einem Einkaufswagen herum und trieben ihre Späße. Dann trieben sie es aber zu bunt und warfen eine Bierflasche gegen eine Autoscheibe. Von einem aufmerksamen Nachbar wurden sie beobachtet. Wenig später konnte das Trio dann angetroffen werden. Ein 17-Jähriger tat sich hier nun besonders hervor. Er beleidigte die Beamten mit Schimpfwörtern und war mit knapp zwei Promille auch gut bedient. Alle erwartet eine Anzeige wegen Sachbeschädigung. Aber schön war auch festzustellen, wie kleinlaut alle waren, als sie ihren Eltern übergeben wurden.

Der unsichtbare Einbrecher

In Stephanskirchen, Ortsteil Schloßberg bekam es eine junge Mutter kurz vor Mitternacht mit der Angst zu tun, auch um Sorge ihrer drei kleinen Kinder. Sie stellte nämlich fest, dass die Wohnungstür offen stand und vermutete Einbrecher in der Wohnung. Sämtliche Zimmer wurden durchsucht, kein Einbrecher fand sich in der Wohnung. Wahrscheinlich hatte ein Familienmitglied vergessen, die Tür ordentlich zuzuziehen.

Zwei "nette" Damen

Nicht so nett waren dann gegen 4 Uhr zwei Damen aus Norddeutschland. Sie waren zu Besuch in Rosenheim und gingen in eine Diskothek in der Innenstadt. Dort kam es mit dem Personal zum Streit, wobei dem DJ über die Soundanlage ein Getränk geschüttet und dem Türsteher die Brille aus dem Gesicht geschlagen wurde. Die Brille ging zu Bruch und ist nicht mehr brauchbar. Die beiden 25- und 41-jährigen Frauen wurden dann zum Streifenfahrzeug gebeten. Dort fingen sie sofort an, die Beamten massiv zu beleidigen. Im weiteren Verlauf tat sich vor allem die 41-jährige Dame hervor. Als sie im Streifenfahrzeug saß, trat sie mit ihren Füßen gegen die Seitenscheibe, spuckte die Innenpolsterung an und versuchte die Gerätschaft im Dienstfahrzeug herauszureißen. Sie musste schließlich gefesselt werden und wurde auch in Gewahrsam genommen. Eine Anzeige wegen Widerstand und Beleidigung ist die Folge. Auch wegen der zu Bruch gegangenen Brille müssen sie sich verantworten.

Vom Lokal ins Klinikum

Über einen Liter Wodka hätte er getrunken und war anscheinend noch mächtig stolz darauf. So zeigte sich zumindest ein 20-jähriger Mann aus Rosenheim. Dennoch wurde ihm aufgrund des hohen Alkoholgenusses schlecht und er wurde von einer Gaststätte im Innenstadtbereich direkt in die Notaufnahme des Klinikums gebracht. Eher traurig als Stolz ist der Konsum von so hohen Mengen an Alkohol aus polizeilicher Sicht zu bewerten. Auch mit dem Lokalbetreiber wird noch ein ernstes Wörtchen geredet.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © pa

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