Polizei warnt vor Falschgeld in Oberbayern

10.000 Euro „Movie Money“ bei Penzberger (43) sichergestellt

Lediglich die unauffällige Aufschrift „Prop copy“ weist beim ersten Anblick auf
unechtes Geld hin.
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Lediglich die unauffällige Aufschrift „Prop copy“ weist beim ersten Anblick auf unechtes Geld hin.jpg

Bereits am 24. Januar konnte die Polizei bei einem 43-jährigen Penzberger gefälschte Banknoten sicherstellen. Diese soll er angeblich im Internet erworben haben. Gegen ihn läuft jetzt ein Ermittlungsverfahren.

Die Mitteilung der Polizei im Wortlaut:

Penzberg - Mehrere Scheine „Prop Copy“- Geld hat eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Penzberg am Sonntagnachmittag, 24. Januar, im Rahmen einer Verkehrskontrolle bei einem 43-jährigen Mann sichergestellt. Die weiteren Ermittlungen des Fachkommissariats 2 der Kripo Weilheim führten schließlich zur Sicherstellung von fast 10.000 Euro dieser veränderten Banknotenabbildungen. Der Mann wurde angezeigt. Bereits in der Vergangenheit warnten das Bayerische Landeskriminalamt und das Polizeipräsidium Oberbayern Süd vor dem Phänomen der Geldfälschung mit sogenanntem „Prop Copy“ oder „Movie Money“.

Dabei handelt es sich um Banknoten, die für den Entertainmentbereich hergestellt wurden, zum Beispiel für Filmaufnahmen oder für Zaubershows. Diese Noten sind nur dann unbedenklich, wenn sie sich in Größe und Farbe von echten Banknoten unterscheiden. Zusätzlich müssen deutliche Hinweise auf dem Zahlungsmittel angebracht sein, die es als „Spielgeld“ erkennen lassen.

Die Scheine waren „täuschend“ echt

Am Sonntag, 24. Januar, hielt eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Penzberg einen 43-jährigen Einheimischen in Penzberg zu einer allgemeinen Verkehrskontrolle an. Im Laufe der Kontrolle wurde die Streifenbesatzung auf mehrere, vermeintliche 100-Euro-Scheine in der Geldbörse des Mannes aufmerksam. Bereitwillig händigte der 43-Jährige die Geldscheine, die echtem Geld täuschend ähnlich sahen, den Polizisten aus.

Bei einer intensiven Überprüfung stellte sich das vermeintliche Geld als das oben beschriebene „Prop Copy“ und somit als veränderte Banknotenabbildung heraus. Die Beamten stellten das vermeintliche Geld sicher und teilten den Sachverhalt dem zuständigen Fachkommissariat 2 der Kriminalpolizeiinspektion Weilheim mit. Im Zuge der weiteren Ermittlungen unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft. Lediglich die unauffällige Aufschrift „Prop copy“ weist beim ersten Anblick auf unechtes Geld hin.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II wegen des Verdachts des Inverkehrbringens von Falschgeld konnten weitere 39 100-Euro-Scheine und 97 50-Euro-Scheine sichergestellt werden. Der Mann gab an, die Banknotenreproduktionen Anfang des Jahres 2020 auf einer Internetplattform erworben zu haben. Die Kripo ermittelt nun, ob und in welchem Umfang er es weitergegeben oder möglicherweise sogar in den Zahlungsverkehr gebracht hat.

Was ist überhaupt Falschgeld?

Banknotenreproduktionen sind nach deutschen Recht dann Falschgeld, wenn sie mit echtem Geld verwechselt werden können und als echt in den Verkehr gebracht werden oder werden sollen. Veränderte Banknotenabbildungen sind damit kein „Spielgeld“. Die Kriminalpolizei warnt eindringlich vor der Verwendung von „Movie Money“ im Zahlungsverkehr. Geldfälschung ist ein Verbrechen und wird mit hohen Strafen geahndet. Falschgeld wird niemandem ersetzt - Wer den Schein hat, hat den Schaden!

Pressemitteilung Polizei Oberbayern Süd

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