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Auf dem Ausweisfoto war ein anderes Gesicht

Raubling– Bundespolizisten nahmen am vergangen Sonntag vier Afrikaner fest. Die Männer wollten mit gefälschten Dokumenten und einem echten Pass nach Deutschland einreisen.

Bundespolizisten haben am Sonntag, 10. November, vier Busreisende vorläufig festgenommen, die mit gefälschten Dokumenten unterwegs waren. Damit haben die Rosenheimer Beamten dieses Jahr bereits über 300 Fälle von Urkundenfälschungen oder Ausweismissbrauch aufgedeckt.

Auf Höhe Raubling kontrollierten Fahnder der Bundespolizei die Insassen eines deutschen Reisebusses, der von Italien in Richtung München unterwegs war. Dabei wiesen sich ein 17-jähriger Somalier und zwei eritreische Staatsangehörige unabhängig voneinander mit italienischen Dokumenten aus. Die Beamten entlarvten die Papiere als Fälschungen. Bei allen drei Pässen und den dazugehörigen Aufenthaltstiteln handelte es sich um totalgefälschte Nachahmungen.

Die jungen Männer gaben schließlich an, dass sie für die falschen Ausweise jeweils rund 400 Euro an Schleuser in Italien gezahlt hätten. Vorher seien sie für bis zu 4000 Dollar pro Person von Libyen aus bis nach Italien geschleust worden. Mit dem Pass eines 21-jährigen Mannes aus Gambia schien zunächst alles in Ordnung zu sein. Das Dokument war echt. Allerdings stellten die Bundespolizisten beim Abgleich des Lichtbildes mit dem Passinhaber deutliche Abweichungen fest. Auf dem Foto war eine andere Person abgebildet. Der gambische Staatsangehörige gab schließlich zu, einem Bekannten aus Rom den Ausweis entwendet zu haben, um ihn für eigene Reisezwecke nutzen zu können. Bei den weiteren Ermittlungen fanden die Beamten heraus, dass der Mann unter seiner wahren Identität bereits Asylanträge in Italien und in der Schweiz gestellt hatte.

Die vier Afrikaner werden sich wegen Urkundenfälschens beziehungsweise Ausweismissbrauchs und unerlaubter Einreise verantworten müssen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden der Somalier und die beiden Eritreer an die Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in München weitergeleitet. Der 21-Jährige Gambier wird voraussichtlich an die italienischen Behörden überstellt werden.

In diesem Jahr haben die Rosenheimer Bundespolizisten bereits über 300 derartiger Fälle von Urkundenfälschung oder Ausweismissbrauch aufgedeckt. Die Palette der Täuschungsversuche ist breit. Sie reicht von plumpen Fälschungen bis hin zu Dokumenten, die nur mit geschultem Auge und besonderer Prüftechnik als Fälschung erkannt werden können.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © BPOLI Rosenheim