Bei einer Kontrolle am 25. Januar in Raubling

Waghalsiger Fahrerwechsel während der Fahrt: Polizei zieht Griechen aus dem Verkehr

Raubling - Ein waghalsiger Fahrerwechsel während der Fahrt konnte einen Mann aus Griechenland nicht vor einem Aufenthalt in der Justizvollzugsanstalt Bernau bewahren.

Die Meldung im Wortlaut:

Schleierfahnder der Grenzpolizeiinspektion Raubling entschlossen sich am Samstag, den 25. Januar um 2 Uhr nachts, auf der A 8 einen Renault Twingo mit deutschem Kurzzeitkennzeichen zu überprüfen. Als die Fahnder die Anhaltesignale gaben, sahen sie im Rückspiegel, wie die beiden Männer im Twingo ihre Sitze tauschten und der Fahrer auf dem Beifahrersitz Platz nahm - während der Fahrt.

Bei der Kontrolle am Parkplatz Eulenauer Filz wies sich der nunmehrige Fahrer gegenüber den Beamten ordnungsgemäß aus. Die griechische Identitätskarte und der griechische Führerschein des jetzigen Beifahrers stellten sich jedoch als Totalfälschungen heraus.

Mittels Fingerabdrücken konnte die wahre Identität des 38-jährigen Griechen festgestellt werden. Er hatte sich die Falschdokumente wohl auch besorgt, weil gegen ihn eine Fahrerlaubnissperre besteht und er kein Kraftfahrzeug führen darf. Zudem wurde eine Krankenversicherungskarte, die auf seine Falschpersonalien ausgestellt war, aufgefunden. Inwieweit der Mann seine neue Identität missbräuchlich benutzt hat, bedarf noch weiterer Ermittlungen, die das Fachkommissariat Grenze der Kriminalpolizei Rosenheim übernommen hat.

Nachdem das Amtsgericht Rosenheim auf Antrag der Staatsanwaltschaft Rosenheim einen Haftbefehl erlassen hat, brachten die Fahnder den 38-Jährigen in die Justizvollzugsanstalt Bernau. Er wird sich wohl demnächst wegen Urkundenfälschung und Fahren ohne Fahrerlaubnis gerichtlich verantworten müssen.

Pressemeldung Grenzpolizeiinspektion Raubling

Rubriklistenbild: © picture alliance / Patrick Seege

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