Kontrolle auf der A8 bei Weyarn

In ihrer Heimat drohte ihnen der Tod: Autofahrer versucht Familie nach Deutschland zu bringen

Am Donnerstag kontrollierte die Bundespolizei einen Autofahrer, der zwei Fahrinsassen illegal nach Deutschland schleusen wollte. Die Fahrt nach Berlin endete abrupt.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Weyarn/A8 – Die Rosenheimer Bundespolizei hat am Donnerstag, den 21. Januar, Ermittlungen wegen Schleuserei gegen einen syrischen Staatsangehörigen aufgenommen. Er wird beschuldigt, zwei Landsleute von Österreich aus illegal nach Deutschland gebracht zu haben.

In den Nachmittagsstunden stoppte die bayerische Landespolizei auf der A8 bei Weyarn einen Pkw mit deutschen Kennzeichen. Der Fahrer, der ursprünglich aus Syrien stammt, wies sich mit einer deutschen Aufenthaltserlaubnis und seinem Führerschein aus. Er gab an, auf dem Weg zu seinem Wohnort in Berlin zu sein. Seine beiden Mitfahrer, ein 25-Jähriger und seine 22 Jahre alte Ehefrau, konnten jedoch keine Papiere für den geplanten Aufenthalt in Deutschland vorlegen. Offenbar handelt es sich um syrische Verwandte des Fahrzeugführers.

Alle drei wurden zu der für Schleusungsdelikte zuständigen Bundespolizeiinspektion nach Rosenheim gebracht. Dort äußerten die Geschleusten, dass ihnen in ihrer Heimat der Tod drohe. Das Pärchen ersuchte für sich und ihr ungeborenes Kind um Schutz in Deutschland. Sie wurden an die zuständige Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet. Den 29-Jährigen Fahrer erwartet voraussichtlich ein Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern.

Pressemitteilung Bundespolizei Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizei Symbolbild

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