Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Einreise mit gefälschten Papieren: Bundespolizei macht keine Ausnahmen

Rosenheim/A93 – Die Bundespolizei hat am Donnerstag, den 18. Oktober, auf der A93 zwei mutmaßliche Urkundenfälscher gefasst. Beide Männer waren jeweils in einem Fernreisebus aus Italien unterwegs. Die Rosenheimer Bundespolizei hat immer wieder mit falschen oder gefälschten Papieren zu tun:

Ein Pakistaner wollte sich mit einem falschen belgischen Ausweis den Aufenthalt in Deutschland erschwindeln. Mithilfe seiner Fingerabdrücke fanden die Bundespolizisten heraus, dass der 33-Jährige bereits 2016 in der Bundesrepublik als Asylbewerber registriert worden war und sich zwischenzeitlich mit einer Aufenthaltsgestattung im Land aufgehalten hatte. 

Weitere Nachforschungen ergaben, dass sich der Mann vor etwa einer Woche auch in Italien registrieren ließ. Er wurde wegen Urkundenfälschung und versuchter illegaler Einreise angezeigt.

Für das anstehende Strafverfahren musste er auf Anordnung der Staatsanwaltschaft vorab 500 Euro als Sicherheit hinterlegen. Anschließend wurde er dem für ihn zuständigen Ausländeramt in Brandenburg zugeleitet. Dort wird voraussichtlich schon bald über seinen weiteren Verbleib im Land entschieden.

Urkundenfälschung aufgedeckt

Mit einem albanischen Pass wies sich ein 26-Jähriger in der Grenzkontrollstelle aus. Den Bundespolizisten fiel schnell auf, dass das Dokument augenscheinlich verfälscht worden war. Aufgrund der klaren Sachlage wurde der Albaner am Freitag beim Rosenheimer Amtsgericht in einem beschleunigten Verfahren zu einer Geldstrafe in Höhe von 400 Euro verurteilt. Da er diesen Betrag nicht aufbringen konnte, musste er ersatzweise eine 80-tägige Freiheitsstrafe antreten.

Es passiert immer wieder

Dass Migranten bei den Grenzkontrollen mit falschen oder verfälschten Papieren angetroffen werden, ist laut Bundespolizei keine Ausnahme: Von Januar bis September hat alleine die Bundespolizeiinspektion Rosenheim im Zuständigkeitsbereich zwischen Chiemsee und Zugspitze durchschnittlich über 20 Urkundenfälschungen pro Monat zur Anzeige gebracht. 

Die meisten dieser Fälle betreffen Migranten, die versuchen, mithilfe von Fälschungen illegal über die Inntalautobahn einzureisen.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa (Symbolbild)

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