Mehrere Delikte festgestellt

„Autoposer“-Kontrollen in Rosenheim - Polizei greift durch

Rosenheim - Auch dieses Wochenende waren die Beamten der Rosenheimer Polizei unterwegs, um dem Phänomen „Autoposer“ entgegenzutreten .Im Rahmen der Kontrollen konnten mussten mehrere Verstöße festgestellt und geahndet werden.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Rosenheim, Miesbacher Straße, 1. August, 19 Uhr

Ein 22-jähriger Audi-Fahrer aus Hausham wurde in der Miesbacher Straße einer Verkehrskontrolle unterzogen. Am Audi wurden mehrere technische Veränderungen und Umbauten festgestellt, mit der Folge, dass die Betriebserlaubnis erlosch. Das Fahrzeug war so tief gelegt, dass zwischen Rahmen und Fahrbahn keine 8 cm mehr blieben.

Rosenheim, Kardinal-Faulhaber-Platz, 1, August, 19.45 Uhr

Am Kardinal-Faulhaber-Platz wurde ein 23-jähriger Autofahrer aus Rosenheim mit seinem BMW angehalten und kontrolliert. Am Fahrzeug konnte Mängel festgestellt werden, die zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führten, so waren die Fahrtrichtungsanzeiger im sog. US-Codierungs-Style („Dauerblinken“) verbaut. Am BMW wurde ein Fahrwerk verbaut, dass nicht den Herstellervorgaben entsprach oder eine allgemeine Betriebserlaubnis hatte.  

Rosenheim, B15, 1. August, 20 Uhr

Am BMW eines 30-jährigen Fahrers aus Raubling konnte festgestellt werden, dass die Front- und Hinterradachse von einer Prüfstelle abgenommen wurde, aber im weiteren Verlauf vom Fahrer trotz Aufforderung nicht in die Zulassungsbescheinigung eingetragen wurde. Das Fahrwerk war ebenfalls zu tief und die Rückleuchten wurden verbotswidrig mit schwarzer Folie überklebt.

Rosenheim, B15, 1. August, 18.45 Uhr

Am VW eines 22-jährigen Mannes aus Garching konnte festgestellt werden, dass verbotswidrig Distanzscheiben verbaut waren, auch dies führte zum Erlöschen der Betriebserlaubnis. Die Messung ergab einen Abstand zwischen Achse und Felge von rund fünf Zentimeter, was zu einer deutlichen Spurverbreiterung führte, die so in dieser Art und Weise nicht zulässig war. 

Rosenheim, 1. August, 19 Uhr - Anhaltung in Stephanskirchen erfolgt

Auf der B15 konnten die Beamten der EG-Autoposer Rosenheim, einen Audi A3 feststellen, der mit überhöhter Geschwindigkeit von der Autobahn in Fahrtrichtung Rosenheimer unterwegs war. Der Fahrer überholte mehrerer Autos verbotswidrig recht, scherte teils gefährlich wieder ein, nur um ein paar Meter gewinnen zu können oder sich vor die anderen Verkehrsteilnehmer mit seinem Fahrzeug setzen zu können. Auf der Miesbacher Straße setzte der Fahrer seine Fahrt fort, teilweise fuhr er in Richtung Stephanskirchen mit rund 160 km/h. Der Audi-Fahrer konnte angehalten und einer Verkehrskontrolle unterzogen werden.

Er zeigte sich von seinem Verhalten wenig beeindruckt und wähnte sich unschuldig. Am Auto des 20-jährigen Mannes aus Brannenburg konnten erhebliche technische Mängel festgestellt werden. Das Fahrzeug war verbotswidrig tiefer gelegt und die Auspuffanlage entsprach nicht den Vorgaben. Das Fahrzeug wurde zur Erstellung eines technischen Gutachtens sichergestellt. Die Weiterfahrt war für den Brannenburger damit erledigt.

Rosenheim, Aisinger Straße, 1. August, 19.30 Uhr

In der Aisinger Straße wurde ein 27-jähriger Rosenheimer mit seinem BMW angehalten und kontrolliert. Die Rad-/Reifenkombination entsprach nicht den Vorgaben und das eingebaute Fahrwerk war nicht eingetragen. Weitere zusätzliche Teile hatte der Rosenheimer an der Karosserie verbaut (sog. Body-Kit), darunter auch Seitenspoiler rechts und links, einen Heckspoiler und eine andere Frontschürze, die nicht eingetragen waren bzw. über eine Betriebserlaubnis verfügten.  

Rosenheim, Rathausstraße, 1. August, 17.30 Uhr

Einen 19-jährigen Fahrer eines VWs kontrollierten die Beamten in der Rathausstraße. Am Fahrzeug konnten Rückfahrscheinwerfer festgestellt werden, die nicht den Herstellerangaben entsprachen, oder eine Allgemeine Betriebserlaubnis hatte.

Rosenheim, Salinstraße, 1. August, 17.45 Uhr

Einen 26-jährigen Fahrer eines Audi kontrollierten die Beamten in der Salinstraße. Am Auto des Rosenheimers konnte feststehende Blinker, sog. US-Style, festgestellt werden. Im Rahmen der Kontrolle wurde festgestellt, dass die Fahrtrichtungsanzeiger über das Handy des 26-Jährigen gesteuert werden können. Auch diese Verbauung führt zum Erlöschen der Betriebserlaubnis.  

Söchtenau, 31. Juli, 22.30 Uhr

Im Bereich von Söchtenau sollen sich in letzter Zeit vermehrt sog. „Autoposer“ treffen. Auch hier führte die Rosenheimer Polizei Kontrollen durch. Am Fahrzeug einer 19-jährigen Audi-Fahrerin aus Bad Endorf konnten technische Veränderungen festgestellt werden. Die Rad-/Reifenkombination entsprach nicht den Vorgaben und Distanzscheiben wurden verbaut. Diese technischen Veränderungen führten ebenfalls zum Erlöschen der Betriebserlaubnis.

Rosenheim, 31. Juli, 23.45 Uhr, Kufsteiner Straße

Erst vor drei Tagen hatte sich ein 26-jähriger Bruckmühler bei einem Online-Handel einen Heckspoiler für seinen Skoda gekauft, eigenständig verbaut und ohne Abnahme einer technischen Prüfstelle. Auch hier war die Betriebserlaubnis erloschen.

Die EG-Autoposer leitete gegen alle Fahrer entsprechende Bußgeldverfahren mit Punkten in Flensburg ein. Teilweise drohen den Fahrern auch Fahrverbote.

Die Weiterfahrten wurden bei gravierenden technischen Mängeln vor Ort sofort unterbunden, bei anderen Mängeln wurde die Weiterfahrt unter Auflagen gestattet. Sämtliche Lenker wurde aufgefordert, die technischen Veränderungen schnellstmöglich zu beheben.

Pressemeldung Polizei Rosenheim

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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