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Per Hubschrauber entdeckt - in Raubling gestoppt

Polizei beendet höchst gefährliche Fahrt von Migranten in Güterzug

Güterzug Migranten Bundespolizei Rosenheim Raubling
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Die Rosenheimer Bundespolizei hat in einem Güterzug elf Migranten gefunden. Unter den in Gewahrsam Personen befanden sich auch drei Kinder und ein Baby.

Raubling/Rosenheim - Die Bundespolizei hat am Sonntagvormittag (5. September) am Bahnhof in Raubling eine höchst gefährliche Fahrt von elf Personen in einem Güterzug beendet. Es habe sogar die Gefahr eines „tödlichen Stromschlages“ bestanden.

Die Pressemeldung der Polizei im Wortlaut:

Es handelt sich um türkische und palästinensische Staatsangehörige. Unter den Migranten haben sich drei Minderjährige sowie ein Baby befunden. Die höchst gefährliche Fahrt in dem auf der Schiene transportierten Lkw-Auflieger konnte mithilfe eines eingesetzten Bundespolizei-Hubschraubers entdeckt werden.

Im Rahmen eines bahnpolizeilichen Überwachungsflugs entlang der Zugstrecke zwischen Kufstein und Rosenheim stellte die Besatzung des Polizeihubschraubers einen Schlitz in der Planenoberseite eines Lkw-Aufliegers fest. Der Auflieger befand sich auf einem Güterzug, der in Italien gestartet war und über München weiter nach Norddeutschland fahren sollte. Die aufgeschnittene Plane deutete darauf hin, dass sich Personen illegal Zugang zur Ladefläche verschafft hatten. Erst einen Tag zuvor hatten Rosenheimer Bundespolizisten in Ostermünchen zwei Türken und einen Syrer in einem anderen Güterzug aus Italien gefunden. Zudem waren in den zurückliegenden Wochen wiederholt Migranten mit Güterzügen in München angekommen.

Über die von der Hubschrauberbesatzung verständigten Leitstelle der Bundespolizeiinspektion in Rosenheim wurde der Halt des Zuges in Raubling sowie wenig später die Sperrung der Zugstrecke sowie die Abschaltung der stromführenden Oberleitung veranlasst. Als sich die Bundespolizisten dem Waggon mit der aufgeschnittenen Aufliegerplane näherten, hörten sie bereits die Schreie des Babys. Nachdem der Auflieger geöffnet worden war, fanden die Beamten insgesamt elf Menschen, die auf den geladenen Holzkisten saßen. Sie wurden in Gewahrsam genommen und zur Dienststelle nach Rosenheim gebracht.

Personen hatten keine Papiere

Wie sich herausstellte, dürfte es sich um drei türkische Männer, 21, 21 und 38 Jahre alt, und eine dreiköpfige türkische Familie handeln. Das Kind des 33-jährigen Vaters und der 31-jährigen Mutter ist erst mehrere Monate alt. Die übrigen fünf gaben an, Geschwister im Alter von 22, 20, 17, 14 und 7 Jahren zu sein und ursprünglich aus Palästina zu stammen. Papiere, mit welchen sich die elf Personen hätten ordnungsgemäß ausweisen können, wurden von den Beamten nicht gefunden.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen sollen die Migranten an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet werden. Die Rosenheimer Bundespolizei hat die Ermittlungen wegen der jeweiligen unerlaubten Einreiseversuche aufgenommen und schließt derzeit nicht aus, dass eventuell Schleuser die illegale und zugleich höchst gefährliche Güterzugfahrt organisiert hatten. Die besondere Gefahr gehe, so die Bundespolizei, nicht nur von der Beförderung auf oder zwischen der Ladung, sondern vor allem auch von den außergewöhnlichen Umständen des Zu- und Ausstiegs aus: An der Oberseite eines Waggons oder Aufliegers komme man der stromführenden Oberleitung sehr nahe, so dass ein tödlicher Stromschlag möglich sei. Außerdem könne man nach Verlassen eines Güterzugs jederzeit von einem anderen durchfahrenden Zug auf dem Nachbargleis erfasst werden.

Pressemeldung der Bundespolizei Rosenheim

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