Auf der A94 bei Kiefersfelden

Der Bundespolizei Rosenheim ins Netz gegangen: Gesuchte Männer bei Grenzkontrollen verhaftet

Rosenheim/A93 – Die Bundespolizei hat bei Grenzkontrollen auf der A93 drei gesuchte Männer verhaftet.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Während ein Österreicher am Dienstag (14. April) unmittelbar nach dem Begleichen einer Geldstrafe die Rückreise in die Heimat anzutreten hatte, mussten sich zwei Rumänen jeweils mit einem Platz hinter Schloss und Riegel arrangieren.

Bei der Überprüfung der Personalien des österreichischen Fahrzeugführers nahe Kiefersfelden stellten die Beamten mithilfe des Polizeicomputers fest, dass das Amtsgericht in Nürnberg vor etwa einem Jahr einen Strafbefehl gegen den 22-Jährigen erlassen hat. Demnach wird ihm zur Last gelegt, 2019 einer anderen Person sein Auto überlassen zu haben, obwohl er wusste, dass diese keinen Führerschein hatte.

Die festgesetzte Geldstrafe belief sich einschließlich Verfahrenskosten auf 630 Euro. Der Mann konnte seine Justizschulden zwar begleichen, durfte die Fahrt in Richtung Rosenheim aber dennoch nicht wie geplant fortsetzten. Da er den Bundespolizisten gegenüber keinen triftigen Grund für den Aufenthalt in Deutschland anführen konnte, wurden ihm aufgrund der aktuellen Regelungen zur Eindämmung der Corona-Ausbreitung die Einreise verweigert.

Für zwei rumänische Staatsangehörige, die unabhängig voneinander in Fahrzeugen mit französischen Kennzeichen unterwegs waren, hatte die Einreisekontrolle auf der Inntalautobahn die Einlieferung ins Gefängnis zur Folge. Der eine der beiden Rumänen wurde ebenfalls von der Nürnberger Justiz gesucht. Ihm wird vorgeworfen, bereits im Jahr 2018 seinem Opfer gegen Kopf und Körper getreten zu haben.

Aufgrund des dringenden Tatverdachts war ein Untersuchungshaftbefehl gegen den 30-Jährigen erlassen worden. Auf richterliche Anordnung hin lieferte die Bundespolizei den Verhafteten in die Justizvollzugsanstalt Traunstein ein. Dort wartet er auf sein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung.

Der 45-jährige Landsmann wurde mit einem europäischen Haftbefehl gesucht. Er war wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Trunkenheit im Verkehr von einem rumänischen Gericht 2019 zu einem zweieinhalbjährigen Freiheitsentzug verurteilt worden. Entsprechend der Anordnung der verständigten Generalstaatsanwaltschaft wurde der Mann beim Rosenheimer Amtsgericht vorgeführt. Dem richterlichen Beschluss zur Auslieferungshaft entsprechend brachten ihn die Bundespolizisten nach München in die Justizvollzugsanstalt. Von dort aus wird er voraussichtlich schon bald den rumänischen Behörden überstellt.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim 

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