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Rosenheim

Schleuser kassieren ab - Bundespolizei stellt mutmaßlichen Schleuserlohn sicher

Rosenheim / A93 - Am 9. September hat die Bundespolizei zwei mutmaßliche Schleuser in Haftanstalten verbracht.

Die Meldung im Wortlaut

Am Freitag (9. September) hat die Rosenheimer Bundespolizei auf richterliche Anordnung hin zwei mutmaßliche Schleuser in Haftanstalten nach Traunstein beziehungsweise München gebracht. Sie waren im Rahmen der Grenzkontrollen auf der A93 festgenommen worden. Der 36-jährige Iraker am Steuer des Wagens und sein 37-jähriger syrischer Begleiter hatten offenbar drei türkische Migranten illegal über die deutsch-österreichische Grenze gefahren. Bei der Durchsuchung des Fahrers kamen 3.400 Euro zum Vorschein. Das Geld wurde sichergestellt, da es sich offenkundig um den zuletzt zu zahlenden Schleuserlohn handelt. Angaben der türkischen Mitfahrer zufolge war der Betrag, der bereits beim Zwischenstopp in Serbien gefordert wurde, allerdings noch um ein Vielfaches höher.

Bundespolizisten stoppten den Pkw mit deutschen Kennzeichen auf Höhe Kiefersfelden. Der türkische Fahrzeugführer händigte den Beamten eine Duldung für Deutschland aus, der Syrer eine deutsche Aufenthaltsgenehmigung. Bei der Personenkontrolle erklärten die anderen beiden Männer und die Frau, die ursprünglich aus der Türkei stammten, sich überhaupt nicht ausweisen zu können. Die Beamten fanden wenig später im Auto jedoch türkische Ausweise, die zwei der drei offenkundig Geschleusten zugeordnet werden konnten. Nachdem die Türken im Alter von 22, 27 und 30 Jahren zur Dienststelle der Bundespolizei nach Rosenheim gebracht worden waren, konnte mithilfe ihrer Fingerabdrücke nachvollzogen werden, dass sie bereits in Österreich Asyl beantragt hatten. Daher werden alle drei das Land wohl schon bald wieder in Richtung Österreich zu verlassen haben.

Ihre mutmaßlichen Schleuser mussten die Untersuchungshaft antreten, der Iraker im Traunsteiner und der Syrer im Münchner Gefängnis. Sie gaben sich bei der vorausgegangenen Befragung der Bundespolizei ahnungslos und schilderten, dass sie ihre türkischen Mitfahrer erst unmittelbar vor der Kontrolle an der Tank- und Rastanlage Inntal Ost mitgenommen hätten. Die Reise sollte im gegenseitigen Einvernehmen nach Hessen führen. Nach ersten Erkenntnisse mussten die Türken für die organisierte Tour insgesamt deutlich mehr als die beim Fahrzeugführer aufgefunden 3.400 Euro zahlen. Schon in Serbien hätten sie Schleppern 18.000 Euro aushändigen müssen, so die Geschleusten.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Freilassing

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