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Keine Perspektive in Italien

Rosenheim - Wegen "besserer Perspektiven" wollten drei Afrikaner von Italien nach Deutschland übersiedeln. Die Polizei machte ihnen allerdings einen Strich durch die Rechnung.

Die Bundespolizei hat am Montagabend, den 4. März, die Reise von drei Afrikanern in Rosenheim beendet. Eigenen Angaben zufolge war es ihre Absicht, in Deutschland zu leben und zu arbeiten. Obwohl sie sich ausweisen konnten, mussten sie am Dienstag entgegen ihrer Pläne das Land wieder verlassen – jeder mit einer Strafanzeige.

Im Fernreisezug aus Venedig kontrollierten Rosenheimer Bundespolizisten drei Männer. Laut vorgelegten italienischen Fremdenpässen stammten der 22-, der 26- und der 28-Jährige ursprünglich aus dem Tschad. Alle drei hatten Aufenthaltsgenehmigungen für Italien. Dort seien die Lebensumstände beziehungsweise die Erwerbsmöglichkeiten allerdings sehr schlecht gewesen, so die Afrikaner.

Mangels Perspektiven hätten sie sich spontan dazu entschlossen, nun in Deutschland Geld zu verdienen. Es sei ihnen nicht bewusst gewesen, dass sie für einen solchen Aufenthalt in der Bundesrepublik entsprechende Papiere benötigt hätten. Die Bundespolizei beendete ihre Zugfahrt am Bahnhof in Rosenheim.

Wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise wurden die drei vorläufig festgenommen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft hatten sie unter Berücksichtigung ihrer finanziellen Möglichkeiten vorab jeweils 100 Euro als Sicherheit für die anstehenden Strafverfahren zu hinterlegen. Doch auch nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kam für sie keine Erwerbstätigkeit in Deutschland, sondern nur die Rückreise nach Italien in Frage.

Pressebericht Bundespolizei Rosenheim

Rubriklistenbild: © dpa