Bei Grenzkontrollen im Landkreis Rosenheim

Im Mai über 40 Festnahmen von mit Haftbefehl gesuchten Personen

Landkreis Rosenheim -  Am Donnerstag und Freitag landete die Bundespolizei gleich mehrere Treffer und konnte einige mit Haftbefehl gesuchte Personen festnehmen - darunter auch eine Person, die wegen gefährlicher Körperverletzung gesucht wurde.

Die Pressemeldung der Polizei im Wortlaut:

Der Bundespolizei gelingt es im Landkreis Rosenheim, einen Haftbefehl nach dem anderen zu vollstrecken. In zwei Fällen konnten die Verurteilten ihre fälligen Justizschulden begleichen. Drei verhafteten Männern blieb jedoch nichts Anderes übrig, als sich jeweils mehrere Monate lang ins Gefängnis zu begeben.

Im Mai hat die Bundespolizeiinspektion Rosenheim im Rahmen der Grenzkontrollen über 40 Personen gefunden, die von der Justiz mit einem Haftbefehl gesucht wurden.

Am Freitag, den 31. Mai, stoppten die Beamten bei Grenzkontrollen auf der A93 ein mit mehreren Personen besetztes Auto. Ausgangspunkt der Autofahrt soll Italien gewesen sein. Einer der Insassen, ein 29-jähriger Syrer, konnte sich ordnungsgemäß ausweisen. Wie sich allerdings bei der Überprüfung seiner Personalien herausstellte, wurde er von der Berliner Staatsanwaltschaft gesucht. Wegen illegalen Aufenthalts hatte das Amtsgericht Tiergarten gegen den Mann im vergangenen Jahr einen Strafbefehl erlassen. Demzufolge war er zu einer Geldstrafe von 1.200 Euro verurteilt worden. Mangels finanzieller Möglichkeiten musste er ersatzweise eine 80-tägige Haft im Bernauer Gefängnis antreten.

Tags zuvor konnte ein österreichischer Staatsangehöriger hingegen den selben Betrag in Höhe von 1.200 Euro zahlen. Der 30-jährige Busreisende war auf der Inntalautobahn nahe Kiefersfelden einer Kontrolle unterzogen worden. Die Strafe hatte das Amtsgericht Rosenheim 2018 gegen den 30-Jährigen wegen Fahrens ohne Führerschein verhängt.

Wegen Trunkenheit im Verkehr war gegen einen Deutschen im Januar dieses Jahres vom Rosenheimer Amtsgericht eine Geldstrafe in Höhe von 3.000 Euro festgesetzt worden. Der 30-Jährige wurde von der Bundespolizei in einem Regionalzug zwischen Kufstein und Rosenheim kontrolliert. Offenbar rechnete der Mann damit, gefasst zu werden, denn er führte die geforderte Summe mit und übergab den Bundespolizisten das Geld. Somit blieb ihm die im Strafbefehl vorgesehene Ersatzhaft von 120 Tagen erspart.

Nicht weniger als 199 Tage muss ein 41-Jähriger ins Gefängnis. Die Bundespolizei überprüfte die Personalien des Deutschen am Bahnhof in Bad Aibling. Wie sich mithilfe des Polizeicomputers herausstellte, war er 2018 wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zu 7.960 Euro verurteilt worden. Da es ihm nicht möglich war, die vom Rosenheimer Amtsgericht verhängte Geldstrafe zu begleichen, musste er den ersatzweise festgesetzten Haftaufenthalt von über einem halben Jahr im Bernauer Gefängnis antreten.

Eine 100-tägige Haft hat ein polnischer Staatsangehöriger zu verbüßen. Der 29-jährige Insasse eines in der Slowakei zugelassenen Reisebusses wurde an der A8 nahe der Anschlussstelle Rosenheim-West verhaftet. Gesucht wurde der Mann von der Karlsruher Staatsanwaltschaft. Das Amtsgericht in Bruchsal hatte laut Strafbefehl 2018 wegen gefährlicher Körperverletzung eine Geldstrafe in Höhe von 3.000 Euro verhängt. Diesen Betrag konnte der Pole nicht zahlen. Deshalb lieferten ihn die Bundespolizisten ersatzweise für 100 Tage in die Justizvollzugsanstalt Bernau ein.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa (Symbolbild)

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