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Erinnerung an jüdische Kinder in Rosenheim

Gedenktafel auf dem Gelände der Bundespolizei enthüllt

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Niva Ashkenazy und Esther Weiss (Die Mutter der beiden Schwestern hatte im Rosenheimer DP-Camp gelebt) vor der Gedenktafel auf dem Gelände der Bundespolizei

Rosenheim - Als Erinnerung an ein Camp für jüdische Kinder nach dem zweiten Weltkrieg wurde am Mittwoch, den 21. Juni eine Gedenktafel auf dem Gelände der Rosenheimer Bundespolizei enthüllt.

Am Mittwoch, den 21. Juni hat der israelische Verein „Bricha Legacy Association“ feierlich eine Gedenktafel zur Erinnerung an das „Transient Children’s Center“ und das "Camp Kadimah" (von 1946 bis 1949) auf dem heutigen Gelände der Rosenheimer Bundespolizei enthüllt. Für die Feierstunde war eine Delegation aus Israel angereist, deren Vorfahren in DP-Lagern einen Teil ihrer Kindheit verbracht hatten. DP-Lager dienten der vorübergehenden Unterbringung sogenannter Displaced Persons (DPs) nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Schülerinnen und Schüler informierten über das Camp

Schülerinnen und Schüler des Karolinengymnasiums, die sich in einem Projekt mit dem Thema auseinandergesetzt und eine Ausstellung darüber erstellt hatten, informierten die Gäste über das Leben im Camp. Für bis zu 1.000 jüdische Kinder und Jugendliche, deren Eltern von den Nationalsozialisten verschleppt oder ermordet worden waren, wurde Rosenheim damals eine vorübergehende Heimat. 

Die traumatisierten und entwurzelten Minderjährigen wurden in diesem Camp auf ihre Auswanderung nach Palästina vorbereitet. Eifrig und voller Leidenschaft lernten die Kinder Hebräisch und beschäftigten sich mit Mathematik, Geschichte oder Geographie. In ihrer Freizeit trieben sie Sport oder spielten Theater. 

Die jüdische Gemeinschaft übernahm die Rolle des Elternhauses und gab den Kindern Halt und Geborgenheit. Auf diese Weise konnten tausende Kinder, die den Holocaust überlebt hatten, den Glauben an die Menschlichkeit wiederfinden. Daran erinnert von nun an die Gedenktafel in der Liegenschaft der Rosenheimer Bundespolizei.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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