Das Hauptzollamt ist schwer beschäftigt

Trotz Coronabeschränkungen schwere Delikte: Zollamt findet unter anderem Waffen

Das Jahr 2021 geht in die vierte Woche. Obwohl durch die Coronapandemie verschärfte Auflagen herrschen, hat das Hauptzollamt in Rosenheim viel zu tun.

Die Mitteilung des Hauptzollamts im Wortlaut:

Rosenheim/Traunstein/Bad Reichenhall - In den ersten zwei Wochen des neuen Jahres wurden trotz verschärfter Reisebedingungen und bekannter verstärkter Grenzkontrollen von den zwei Kontrolleinheiten des Hauptzollamts
Rosenheim insgesamt 39 Strafverfahren eingeleitet.

Anhand der unterschiedlichen Verstöße ist die Aufgabenvielfalt des Zolls gut zu erkennen! So wurden die Zollbeamten im Betäubungsmittelsektor 13-mal fündig, auch im Bereich des Waffenrechts sind zwölf Verstöße festgestellt worden, wobei
sich darunter auch ein Fall mit 47 Schuss Gewehrmunition befand.

Verstöße beim Arzneimittelgesetz vermehren sich

Im letzten Jahr immer häufiger auftretenden Verstöße gegen die Bestimmungen des Arzneimittelgesetzes werden wohl auch im Jahr 2021 weiter die Zöllner beschäftigen, wie ein neuer Fall in diesem Bereich schon zeigte. Im Verbrauchsteuersektor, der zum Kernbereich der Aufgaben des Zolls als Teil der Bundesfinanzverwaltung zählt, wurden insgesamt 16.500 Stück unversteuerte
Zigaretten und mehr als 5,5 Kilogramm Tabakfeinschnitt sichergestellt, diesbezügliche Strafverfahren eingeleitet und knapp 3000 Euro Tabaksteuer erhoben.

Häufige KFZ-Vergehen in mehreren Bereichen

Gleich neunmal mussten die Kontrollbeamten Verstößen auf dem Gebiet der Kfz-Steuer nachgehen. Bei einer Falschanmeldung von über die Grenze mitgeführten Bargeldes musste der Betroffene 2500 Euro Sicherheit für die zu erwartende Strafe und Kosten hinterlegen. Aber nicht nur Bargeld, sondern auch in die EU eingeschmuggelter Goldschmuck mit einem Zollwert von 8000 Euro, wurde bei einer Kontrolle vorgefunden. Hierfür sind Einfuhrabgaben in Höhe von 1700 Euro angefallen.

Sofern bei einer Zollkontrolle der Verdacht eines Gesetzesverstoßes besteht, für dessen Verfolgung der Zoll nicht originär zuständig ist, werden die Vorgänge an die zuständigen Behörden übergeben. Neunmal wurde deshalb die Landespolizei mit solchen Fällen befasst, unter denen auch eine offensichtliche Trunkenheitsfahrt war, bei dem der anschließende Alkoholtest beim Fahrer 1,3 Promille ergab.

Pressemitteilung Hauptzollamt Rosenheim

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